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Liebe Besucherinnen,
liebe Besucher,

auf diesen Seiten fanden Sie bisher die Inhalte des Navi-Magazins Online, dem Internet-Nachfolger der Zeitschrift Navi-Magazin, das 2006 bis 2009 im Handel war. Hier finden Sie jetzt die originalen Inhalte dieser Zeitschriften und die im Anschluss daran produzierten Internet-Artikel.

Für einen Zeitraum von drei Jahren produzierten wir ein richtig gutes Magazin rund um alle portablen Navigationsgeräte, und wir hätten das gerne auch noch viel länger gemacht. Leider lebt eine Zeitschrift immer von den Verkäufen und von den Einnahmen durch Anzeigen, und für letzteres gab es einfach zu wenig Anbieter in diesem Markt. Wir boten eine klasse Plattform für Anzeigen, aber nicht mal die großen weltweiten Player wie TomTom und Garmin schafften es dauerhaft, auch welche zu schalten. Und das war leider dann der Tod für unseren Verlag.

Nach einer kleinen Pause publizierte dann der Chefredakteur und Herausgeber weitere Artikel, vorzugsweise Tests, auf dieser Internetseite. Das Publizieren im Internet hatte einen riesigen Vorteil: Man konnte endlich so viel schreiben, wie man mochte und – um das Produkt richtig zu beschreiben – musste. Unser Anspruch war immer, dass Sie nach dem Lesen des Tests alles über das Produkt wissen, was man wissen sollte. Und wir scheuten uns nicht, richtig viel Hintergrundinfos in die Artikel zu packen.

Ich wünsche Ihnen vergnügliche Stunden und viel Spaß beim lesen unserer früheren Machwerke!

Bitte beachten Sie, dass es die getesteten Produkte heute nicht mehr im Handel gibt. Gleiches gilt für die in Anzeigen beworbenen Produkte! Auch zur besseren Dokumentation haben wir alle Anzeigen, die noch erhalten waren, in den Seiten gelassen.

Die erste Ausgabe – noch ein wenig hemdsärmlig – war die Ausgabe 4/2006. Die Heftnummer 4 wählten wir natürlich mit Absicht, weil das Heft Ende des Jahres erschien, aber eine Heftnummer 1 am Kiosk den Eindruck erweckt hätte, veraltet zu sein.

Navi 2006 04: Der Aufmacher war natürlich gut gewählt. Alle Navis im großen Vergleich. Und damals gab es tatsächlich auch ein Navi von Fujitsu-Siemens. Warum wir das Garmin-Bild gewählt haben zu der Überschrift „Warum TMC nicht funktioniert“ kann ich heute nicht mehr erklären.

Aufgrund des sehr guten Erfolgs machten wir dann gleich weiter mit vier Heften pro Jahr:

Navi 2007 01: Ein dankbarer Titel: Die neuesten Navis im Test (und das waren sie wirklich, nicht nur Vorabbeschreibungen) und ein paar schicke Fotos. Dafür der erste einer Reihe von bitterbösen Artikeln zum Thema TomTom und TMC. Tatsächlich hat es der niederländische Hersteller monatelang geschafft, ein in Deutschland nicht funktionierendes Gerät zu verkaufen. Unser Fazit war deswegen auch „Keinerlei zuverlässige Funktion / Funktionslose Einstellmöglichkeiten / …“, was natürlich zu einem dicken „Ungenügend“ als Note führte. Was wir damals noch nicht wussten: Das wurde bei TomTom alles noch viel schlimmer.

Navi 2007 02: Es gibt Titelbilder, auf die ist man stolz, und es gibt andere. Dieses ging aber zumindest in die Verlagsgeschichte als „das Lachsfarbene“ ein. Und wir hatten ab diesem Zeitpunkt Artikel von Jean-Marie Zogg, Professor für Satellitennavigation und -kommunikation an der Fachhochschule in Chur in der Schweiz. Übrigens, Galileo ist nach wie vor Unsinn, ungefähr so wie beim Digitalen Behördenfunk. Und da weiß ich auch, von was ich rede.

Navi 2007 03: „Die neuesten Navis im ausführlichen Praxistest“ – beklagen Sie sich nicht, in dem Heft geht’s halt wirklich nur um Navis. Aber, man höre und staune: Damals gab es wirklich tragbare Navis von Acer, Clarion, Delphi Grundig, Fujitsu-Siemens, Harman-Kardon, HP, JVC, LG, Nokia, Packard Bell, Pioneer, Sony und Via Michelin. Alle sind grandios gescheitert.

Navi 2007 04: Das TomTom-Debakel ging weiter: Der Hersteller verkaufte ab Herbst 2007 das TomTom Go 720T, das TMC Pro verstehen und berücksichtigen sollte. War aber nichts, unser Testgerät – ein ganz normales Endkundengerät, kein Vorab-Muster – empfing alles, aber kein TMC Pro. Und es kam noch besser…

Auch die Navi-Magazine in dreimonatiger Erscheinungsweise waren sehr erfolgreich. Deswegen machten wir einfach noch mehr und änderten die Erscheinungsweise auf 6 Hefte pro Jahr.
Die Verkäufe waren wie gesagt großartig, aber langsam wurden wir ein wenig enttäuscht über die potentiellen Anzeigenkunden. Wir dachten eigentlich, dass es für die großen Hersteller wie Garmin und TomTom ein MUSS oder zumindest Ehrensache wäre, im Navi-Magazin zu werben. War es aber nicht, wie wir merken mussten. Man beachte, das Navi-Magazin war damals die weltweit meistverkaufteste Zeitschrift zu diesem Thema. (Kunststück, es gab ja nur ein paar…) Die Testlogos zum werben wollten alle.

Die eingenommenen Überschüsse haben wir übrigens immer in zusätzliche Seiten (bei gleichem Verkaufspreis!) investiert.
Und mit der zweimonatlichen Erscheinungsweise wechselten wir auf eine andere Nummerierung: Statt 1, 2, 3, … hießen die Hefte jetzt 1-2/2008, 3-4/2008 etc.

Navi 2008 01-02: Ein Test der Einsteigermodelle der sieben wichtigsten Hersteller wäre heute gar nicht mehr möglich, weil es nicht mehr so viele gibt. Spaß gemacht hat der Vergleich der Navikarten von Tele Atlas und Navteq. Dafür mussten wir uns in größerem Maßstab mit TomTom ärgern: Das Go 520T sollte TMC-Pro unterstützen, tat es aber nicht, und das konnten wir als erste Zeitschrift weltweit auch belegen. Es dauerte 11 Wochen, bis eine aktualisierte Firmware angeboten wurde, die dann aber immer abstürzte, sobald die erste TMC-Pro-Verkehrsinfo hereinkam. Diese Softwareversion wurde dann innerhalb weniger Tage zurückgezogen und zur alten Version geraten. Deswegen stand auch im Fazit „Firmware ist eine Dauerbaustelle“.

Navi 2008 03-04: Einsteiger- gegen Highend-Modelle – das verlockt natürlich zum lesen. Können die günstigen Navis Schritt halten mit ihren teuren Brüdern? Außerdem mussten wir feststellen, dass auch der sündteure TomTom Go 920T riesige Probleme hat mit TMC-Pro-Verkehrsinformationen. Seltsam, dass der damalige Weltmarktführer das nicht besser hinbekam. Eines der Hauptprobleme war aber sicher, dass das Unternehmen damals keinen einzigen professionellen Betatester in Deutschland hatte. Klar, was man nicht testet, kann auch mal richtig in die Hose gehen.

Navi 2008 05-06

Navi 2008 07-08

Navi 2008 09-10

Navi 2008 11-12

Sie haben es gemerkt, oder? Anstelle knapp 200 Navis am Anfang dieser Zeitschrift gab es jetzt nur noch 114 verschiedene Geräte im Handel. Viele, viele Firmen haben nach einem Jahr aufgegeben, darunter auch große Namen wie Sony oder JVC.

Navi 2009 01-02

Navi 2009 03-04

Navi 2009 05-06

Tja, das war’s mit dem gedruckten Navi-Magazin. Nach einer kleinen Pause machte der Chefredakteur dann alleine weiter. Mit teilweise sechsseitigen Artikeln, die man als PDF selbst ausdrucken oder am PC lesen konnte. Mit Absicht machten wir keine Klickstrecken, wo ein „Test“ mit 2000 Zeichen Länge über acht Bildschirmseiten verteilt wird. Wir machten die Artikel so, wie wir sie selbst am liebsten gesehen hätten. Als richtige Datei. Die man sich gegebenenfalls auch ausdrucken konnte.

Im November 2009 testeten wir das Garmin nüvi 1240, das damalige Einsteigergerät von Garmin. Die Krux von Garmin waren damals künstlich überhöhte Listenpreise, die niemals irgendjemand tatsächlich bezahlt hat. Das nüvi 1240 sollte 149 Euro kosten, bot aber nur Leistung für 100 Euro. Interessant ist, dass wir im Artikel und bei Garmin selbst darauf hinwiesen, dass es überragend doof sei, dass die Sprachausgabe die abgekürzt dargestellten Ortsnamen auch nur abgekürzt wiedergibt: „….Richtung Garmisch Peh“ – weil auf dem Schild auch nur „Garmisch-P.“ steht. Das könne gar nicht sein, meinte das Produktmanagement lapidar. Die Süddeutsche Zeitung machte sich ein paar Monate später ebenfalls darüber lustig, und auf einmal kam Leben in Garmin.

Noch im Dezember 2009 testeten wir das Falk F12 3rd Edition, das – wie alle Falk-Geräte vorher und nachher – an seiner sehr unschönen Benutzeroberfläche krankte. Dieses Ding sah damals nicht gut aus und das tut es heute immer noch nicht. Spätestens als Falk und Becker in United Navigation verschmolzen, hätten wir alles darauf gewettet, dass beide die sehr viel hübschere iGo-Oberfläche und -Software bekommen. Naja, auch wir irrten uns manchmal. Hin und wieder. Selten.

Das Falk musste sich in unserem Test-Bus auch behaupten gegen drei Garmin nüvi: Garmin nüvi 1350T, das Garmin nüvi 1390T und das Garmin nüvi 1390Tpro. Auch die Garmin-Software hatte als Problem die total altbackene Optik (die bis heute nicht wirklich verändert wurde), navigierte dafür aber sehr gut von A nach B. Wie die Amis von Garmin aber auf die Bezeichnung nüvi gekommen sind, würde uns bis heute interessieren. Jemand von Garmin meinte mal, dass man damit den Anschein deutscher Präzision und Genauigkeit erwecken wollte, weil sogar die Amis wüssten, dass das „ü“ nur im Deutschen vorkommen würde.

Im Januar 2010 war dann ein richtig gutes Navi respektive nüvi im Test: Das Garmin nüvi 1490Tpro verarbeitete Premium-TMC-Nachrichten von allen europäischen Verkehrsinfo-Anbietern (ganz im Gegensatz zu TomTom, die das zu dem Zeitpunkt immer noch nicht hinbekamen) und verlässlichem Routing. Nach wie vor ankreiden mussten wir dem Gerät die altbackene Grafik, was aber bei Garmin ja nichts neues war.

Satte 79 Euro pro Jahr wollte Garmin für ein Ein-Jahres-Online-Abo für das im Februar 2010 getestete Garmin nüvi 1690 nüLink! haben, zuzüglich vom Kaufpreis von 349 Euro. Das war für den europäischen Markt zu teuer, auch wenn die Navigationseigenschaften über alle Zweifel erhaben waren. Ein wirklich schönes Gerät, aber die aufgerufenen Preise wollte leider niemand zahlen.

Zwei Einsteigergeräte von Becker, die im März 2010 wirklich mehr Beachtung von den Kunden verdient hätten. Bemerkenswerterweise waren das Becker Traffic Assist Z113 und das Becker Traffic Assist Z116 die beiden letzten Geräte, die aus dem Hause Becker selbst kamen. Gleich danach wurde die Navi-Sparte an Falk verkauft.

Zeitgleich erschienen im Testfahrzeug zwei Einsteigergeräte von Falk, das Falk M4 3rd Edition und das Falk M8 3rd Edition. Auch diese bauten auf einem Windows CE auf und nutzten dessen Schriften und Gestaltungsmöglichkeiten. Das ist ungefähr so, als ob Sie heute Youtube mit einem Bild pro Sekunde anschauen. Es geht, aber schön ist es nicht.

Bis heute wurde die PC-Anbindung und die Kartenupdatefunktion nicht besser: Das Becker Traffic Assist Z213 und das Becker Traffic Assist Z215 lebten von der iGo-Software. Die Hardware beider Geräte war eher nicht so wirklich gut. Dieser Test erschien im Mai 2010.

Total neu waren im August 2010 das Falk Vision 500 und das Falk Vision 700. Die Software wurde immer noch nicht optisch modernisiert, aber jetzt gab es Satellitenansichten, die zum Fahren völlig unbrauchbar waren. Dafür konnte die Navis den ÖPNV berücksichtigen.

Im November 2014 testeten wir das wirklich sehr schnucklige Becker professional.6 LMU, das uns wirklich gut gefallen hat. Aber ein Navi mit 6 Zoll großem Bildschirm passt leider nicht in jedes Auto.

Satte sieben Seiten umfasst unser Testbericht des Garmin nüvi 2599 LMT-D und des Garmin nüvi 2699 LMT-D. Sowas wäre natürlich in einem gedruckten Heft niemals möglich gewesen, aber im Internet konnten wir uns leisten, verschwenderisch mit Platz umzugehen. Zwei sehr gute Navis, die Verkehrsinfos über den eingebauten DAB-+-Empfänger erhielten. Klar, das 2699 mit seinem riesigen 6-Zoll-Bildschirm passt nicht in jedes Fahrzeug, aber das 2599 verdiente für jedes Auto eine dicke Empfehlung.

Weitere Internet-Artikel folgen in wenigen Tagen… Wir bauen die Artikel alphabetisch ein, deswegen kommen jetzt zuerst mal alle Garmins…