TomTom-Navi für 59,99 US-Dollar

Geschrieben am 14 Dezember 2009  von Gerhard Bauer

In den USA wird das Weihnachtsgeschäft gestartet mit dem sogenannten „Black Friday“, dem Freitag nach dem amerikanischen Thanksgiving. Thanksgiving ist in den USA ein gesetzlicher Feiertag, der auf den vierten Donnerstag im November fällt. Am darauf folgenden Freitag haben die meisten Firmen geschlossen. Dieser „Schwarze Freitag“ ist traditionell ein extrem wichtiger Umsatzbringer, den die Handelsketten mit besonderen Angeboten „feiern“.

Die Marktforscher von iSuppli haben den amerikanischen Markt beobachtet und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen:

  • Der TomTom One 125 SE wurde für 59 US-Dollar bei Walmart verkauft. Es war das erste Mal, dass ein Markengerät um diesen Preis verkauft wurde. Zwei Modelle wurden speziell für den Black Friday eingeführt, die Ladenpreise lagen 45 bis 47 Prozent unter den Listenpreisen.
  • Das günstigste Garmin kostete 69,97 US-Dollar und das Garmin nüvi 205 wurde meistens für 99,99 US-Dollar verkauft, einige Ketten verlangten nur 89,99 US-Dollar. In früheren Jahren kostete das günstigste Garmin ebenfalls immer 10 bis 20 Dollar mehr als das billigste TomTom, was iSuppli darauf zurückführt, dass Garmin die Preise „künstlich“ hoch halten wollte. Es sei aber fraglich, ob diese Strategie angesichts der stagnierenden Verkaufszahlen aufgeht.
  • Ein großer Trend ist das Aussterben der Noname-Hersteller: Der Markt wird in den USA deutlich bestimmt von Garmin, TomTom und Mio/Magellan. Angesichts der Preismarken, die die Markengeräte erreichen, lohnt sich das Navi-Business für Noname-Hersteller nicht mehr. Die Nonames haben die Preise kaputt gemacht, und jetzt ziehen sie sich aus dem Markt zurück.
  • iSuppli rechnet damit, dass das mittlere Preisniveau nicht mehr weiter verfällt. Die Einsteigermodelle werden sich auf noch niedrigerem Niveau einpendeln, aber die Connected-Navis mit „Live“-Anbindung werden das fast vollständig ausgleichen.

    iSuppli rechnet bis 2013 mit weitgehend kostanten Navi-Verkäufen, die weltweit zwischen 40 und 42 Millionen Geräten liegen werden. Für 2009 prognostizieren die Marktforscher mit einem Rückgang der Stückzahlen von 0,7 Prozent gegenüber 2008.

Alle Preise jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer, die je nach Staat zwischen 2,9 und 7,25 Prozent liegt.

Der Navi-Markt der nächsten fünf Jahre: Die Zuwachsraten von 2007 wird es nie wieder geben, aber die Stückzahlen sollen konstant bleiben. Dank hochwertigerer Produkte werden die Hersteller das Preisniveau annähernd gleich halten können.

Der Navi-Markt der nächsten fünf Jahre: Die Zuwachsraten von 2007 wird es nie wieder geben, aber die Stückzahlen sollen konstant bleiben. Dank hochwertigerer Produkte werden die Hersteller das Preisniveau annähernd gleich halten können.