Marktübersicht: Garmin

Geschrieben am 19 Januar 2010  von Gerhard Bauer

Ein Hersteller mit mittlerweile fast unübersehbarer Produktpalette ist Garmin. Insgesamt 14 Modelle warten aktuell auf Käufer, teilweise mit etwas verwirrenden Produktbezeichnungen. Aktuell gibt es folgende Modelle im deutschen Markt:

Garmin nüvi 205: Das Einsteigergerät von Garmin kostet knapp weniger als 100 Euro. Dafür erhält man eine digitale Landkarte des DACH-Gebiets (Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH) sowie natürlich dem eingebetteten Liechtenstein. TMC kann man sich extra kaufen.

Garmin nüvi 205T: „T“ steht bei Garmin grundsätzlich für einen mitgelieferten TMC-Empfänger, ansonsten ist das 205T exakt baugleich zum nüvi 205. Der Aufpreis für den TMC-Empfänger ist minimal, er beträgt weniger als 10 Euro, und lohnt sich deswegen auf alle Fälle.

Garmin nüvi 255WT: Dieses Navigationsgerät gehört noch zur letzten Modellreihe, wird aber – weil es sich nach wie vor gut verkauft – regelmäßig neu aufgelegt. Das nüvi 255WT bietet einen 4,3 Zoll großen Touchscreen, Landkarten von ganz Europa und einen TMC-Empfänger. Mit der aktuellen Software, die der Anwender kostenlos updaten darf – bietet es unter anderem EcoRoute und PhotoNavigation. Im Handel bekommt man das Gerät für unter 150 Euro.

Garmin nüvi 255T: Entspricht in der Ausstattung dem 255WT, hat aber nur einen 3,5 Zoll großen Bildschirm. Erhältlich ist das nüvi 255T für aktuell 120 Euro.

Garmin nüvi 755T: Trotz des fehlenden „W“ hat das 755T ebenfalls ein 4,3-Zoll-Display. Mitgeliefert werden ein TMC-Empfänger und Kartenmaterial von ganz Europa. Man sollte das Gerät für unter 200 Euro erhalten.

Garmin nüvi 765T: Hat zwar auch nur ein T und kein WT im Namen, die 7xx-Baureihe besitzt aber grundsätzlich immer einen 4,3-Zoll-Bildschirm. Enthalten sind ein TMC-Empfänger, Kartenmaterial von ganz Europa und im Gegensatz zum nüvi 755T auch eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, um gefahrlos im Auto mit dem Handy telefonieren zu können. Der Aufpreis gegenüber dem 755T ist minimal, man erhält das 765T ebenfalls für unter 200 Euro.

Garmin nüvi 1240: Das aktuelle Einsteigermodell von Garmin besitzt als einziges „neues“ Gerät einen 3,5-Zoll-Bildschirm sowie Kartenmaterial von West- und Mitteleuropa. Das heisst, dass östlich von Finnland, Deutschland, Österreich und Italien nichts mehr angezeigt wird. Damit ist das Gerät nicht tauglich für eine Städtereise nach Prag oder für den Urlaub in Kroatien. Wenn Sie das nicht stört, sind die 120 Euro unter Umständen gut angelegt.

Garmin nüvi 1350T: Das silberfarbene Mittelklasse-Modell der aktuellsten Baureihe bietet ebenfalls Kartenmaterial von ganz Europa, einen 4,3 Zoll großen Breitbildschirm und TMC. Der Straßenpreis beträgt 160 Euro.

Garmin nüvi 1370T: Das offiziell nicht erhältliche Gerät ist identisch zum 1350T, besitzt aber zusätzlich digitales Kartenmaterial der USA und Kanada. Der Preis ist aber so hoch, dass sich der getrennte Kauf eines 1350 und des Kartenmaterials lohnt: knapp 300 Euro muss man bezahlen für dieses Universalnavi.

Garmin nüvi 1390T: Das 1390T ist identisch zum 1350T (Europa, TMC, 4,3-Zoll-Bildschirm), es besitzt aber wieder eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung für die Kommunikation mit einem entsprechenden Handy und ein schwarzes Gehäuse. Der Ladenpreis liegt knapp unter 200 Euro.

Garmin nüvi 1390Tpro: Das 1390Tpro ist absolut identisch zum 1390T, beinhaltet aber „Premium-TMC“-Verkehrsnachrichten für alle europäischen Länder, in denen diese Dienste verfügbar sind: TMC Pro (bzw. Navteq Traffic) in Deutschland, Touring Mobilis in Belgien, ViaMichelin in Frankreich, Trafficmaster in Großbritannien, Infoblu in Italien sowie Destia Traffic in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark. Wer viel unterwegs ist, sollte den Aufpreis von 20 Euro auf alle Fälle zahlen.

Garmin nüvi 1490Tpro: Das 1490Tpro ist einmalig bei Garmin mit seinem 5 Zoll großen Touchscreen. Damit ist die Routenführung schneller erfassbar (gerade für Personen mit nicht hundertprozentiger Sehschärfe) und die Bedienung durch die größeren virtuellen Tasten einfacher. Ansonsten entspricht es hundertprozentig dem 1390Tpro, hat also außer dem Europa-Kartenmaterial auch eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Falls Sie ein Fahrzeug besitzen, in dem man ein 5-Zoll-Navi unterbringt, ist das 1490Tpro eine sehr gute Empfehlung.

Garmin nüvi 1690 nüLink: Das erste Garmin-Navi einer neuen Generation ist mehr oder weniger ständig verbunden mit einem Internetserver, der in kürzester Zeit alle aktuellen Verkehrsmeldungen auf das Gerät überträgt. Damit entfallen die mehr oder weniger langen Wartezeiten, bis ein eben eingeschaltetes Navi alle relevanten Verkehrsnachrichten empfangen hat. Außerdem bietet dieses Navigationssystem eine Online-Suche in Google sowie in einem Telefonbuch, so dass Sie einfach nur noch den Ort und den Namen der gesuchten Person angeben müssen – den Rest macht das Navi. Infos zum Wetter und zu Flugzeugbewegungen (Verspätungen etc.) runden die Online-Funktionspalette ab. Enthalten ist der Online-Service für 12 Monate, anschließend kostet jedes weitere Jahr 79 Euro. In allen anderen Funktionen entspricht das 1690 dem 1390.

Garmin nüvi 550 Allround: Dieses Navigationssystem ist wasserdicht und kann unter anderem mit Landkarten für Wassersportler, Wanderer und Radfahrer erweitert werden. Ab Werk liefert Garmin das 550 Allround mit Straßenkarten für ganz Europa, TMC gibt’s leider nur gegen Aufpreis. Der Bildschirm misst 3,5 Zoll, so dass es problemlos in die Jackentasche passt. Insbesondere die Wasserdichtigkeit muss man aber teuer bezahlen, fast 300 Euro muss man für das Navi ausgeben.

Keine veralteten Geräte! Alle Garmin nüvi werden heute mit der nüMaps-Garantie verkauft. Das heisst, Sie können 60 Tage nach dem Kauf kostenlos das aktuellste Kartenmaterial via Internet herunterladen und auf Ihr neues Navigationssystem übertragen. Das gleiche gilt für die Firmware, also das Betriebssystem und die eigentliche Navigationssoftware. Grundsätzlich braucht man dafür aber eine halbwegs schnelle Internetleitung, ohne DSL ist der Kartendownload sinnlos. In jeder aktuellen Firmware (außer beim 550) ist der berüchtigte Autobahnfehler beseitigt, dafür hat Garmin die PhotoNavigation und EcoRoute eingebaut. Die Modelle mit vierstelliger Gerätenummer können außerdem mit CityXplorer-Karten nachgerüstet werden, mit denen die Navis auch den öffentlichen Personennahverkehr in München, Frankfurt, Hamburg, Berlin und 56 weiteren Metropolen der Welt kennen. Alle Geräte besitzen auch das Garmin-Lock, einen sehr sinnvollen Schutz gegen unbefugte Nutzung: Sie müssen vor dem Gerätestart eine vierstellige PIN eingeben, es sei denn, Sie befinden sich in einem sicheren Gebiet wie beispielsweise vor dem eigenen Wohnsitz.

Sie erhalten die Garmin-Navigationsgeräte sowie sinnvolles Zubehör hier: