USA: TomTom-Fahrer halten sich ans Limit

Geschrieben am 22 Januar 2010  von Gerhard Bauer

TomTom hat überrschende Informationen veröffentlicht über die durchschnittlichen Geschwindigkeiten auf US-amerikanischen Autobahnen, den sogenannten Interstates. Geräte des niederländischen Herstellers sammeln ständig anonym Informationen über die durchschnittlichen Geschwindigkeiten auf allen verkehrsrelevanten Strecken und übertragen sie „nach Hause“ zu TomTom. Damit kann der Hersteller genaue Karten mit den tatsächlich fahrbaren Geschwindigkeiten anbieten, was wiederum allen TomTom-Anwendern und Besitzern eines Navis mit Tele-Atlas-Kartenmaterial zugute kommt.

Die Auswertungen dieser Streckeninformationen haben ergeben, dass auf einigen Interstates die durchschnittliche Geschwindigkeit ein klein wenig höher liegt als das erlaubte Tempolimit, aber im großen und ganzen halten sich die TomTom-Besitzer an die Vorgaben.

Die Autobahnen mit dem höchsten Durchschnittstempo gibt es in den Staaten Mississippi, New Mexico, Idaho, Utah and Alabama. In diesen Staaten liegt das ausgeschilderte Tempolimit bei 60 bis 75 Meilen pro Stunde (96 – 120 km/h), während das durchschnittliche tatsächliche Tempo bei 70 mph (112 km/h) liegt.

In Deutschland gibt es zwar auch Tempolimits, auf Abschnitten ohne Tempolimit werden aber Reisegeschwindigkeiten über 160 km/h erreicht. Die schnellste amerikanische Autobahn ist die I-15 von Utah nach Nevada, wo das Durchschnittstempo 77,67 mph (124,5 km/h) erreicht. Das schnellste Gebiet der USA liegt im Mittleren Westen, wo sieben der fünfzehn „schnellsten“ Staaten liegen: Mississippi, Nebraska, Kansas, Iowa, Idaho, Alabama und Missouri erreichen über 67 mph (107 km/h).

Die niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeiten erreichen (Stadt-)Autobahnen in Washington D.C.: 46 mph (73 km/h) ist dort das Durchschnittstempo. Nach Washington sind die „langsamsten“ Staaten Hawaii, Delaware, Rhode Island und Oregon. Bei den ersten drei können wir das noch verstehen – Hawaii ist eine Insel mit typischerweise eher kurzen Straßenabschnitten, Delaware und Rhode Island sind extrem dicht besiedelt. Das extrem waldreiche Oregon hat nicht mal vier Millionen Einwohner, da könnte man durchaus etwas schneller fahren. Vielleicht ist aber der häufige und sehr starke Regen ein Grund für die restriktiven Verkehrsgesetze in diesem Staat.

Die Staaten mit den schnellsten Highways sind rot, die mit den langsamsten sind blau eingefärbt.