Tele Atlas: Squeeze-Out für Altaktionäre

Geschrieben am 2 März 2010  von Gerhard Bauer

TomTom hat im November 2007 entschieden, den Kartenhersteller Tele Atlas für einen Betrag von 30 Euro pro Aktie zu übernehmen. Insgesamt kostete die Übernahme den niederländischen Navihersteller damit 2,7 Milliarden Euro.

TomTom erhielt auf diese Weise weit über 99 Prozent aller Aktien und damit des Grundkapitals. Ab 95 bis 98 Prozent Aktienbesitz (die Höhe variiert in den europäischen Ländern) darf man verbliebene Minderheitsaktionäre, die sich nicht von ihren Aktien trennen wollen, aus der Firma drängen. Ein Grund für das Festhalten an den Aktien kann beispielsweise sein, dass man das Übernahmeangebot für zu niedrig hält. Dieser Squeeze-Out (wortwörtlich „Hinausdrücken“) von Tele-Atlas-Aktionären erfolgte jetzt. Der Wert jeder Aktie wurde dabei auf den nachgebesserten Übernahmewert von 30 Euro festgesetzt, was nach den Wertkorrekturen vom 4. Quartal 2008 (TomTom reduzierte den Buchwert von TeleAtlas um eine Milliarde Euro) gar nicht nötig gewesen wäre.