TomTom iPhone-App: Impressionen

Geschrieben am 15 März 2010  von Gerhard Bauer

TomTom hat die Version 1.3 seiner Navigationsanwendung für das Apple iPhone der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Erstmals können Anwender der iPhone-Version auch auf HD Traffic zugreifen. HD Traffic ist ein TomTom-eigener und damit proprietärer Verkehrsinformationsdienst, der neben klassischen Verkehrsinformationen auch die Bewegungsdaten von Endgeräten auswertet. Diese Endgeräte sind in erster Linie alle „Live“-Modelle, aber jetzt eben auch die iPhones mit aktivierter TomTom-App. Die Daten der Endgeräte und der iPhones mit TomTom-App sind wesentlich genauer als die früher benutzten Floating-Phone-Daten, denn hier werden ausschließlich Floating-Device-Daten benutzt. Mehr Infos zu den Unterschieden finden Sie in unserem Lexikon.

Neu sind außerdem die lokale Suche mit Google Local, eine automatische Tag- und Nachtumschaltung des Bildschirms und eine noch bessere Integration in die iPhone-Oberfläche: Jetzt darf das Handy während der Fahrt Musik wiedergeben – wenn die Navigationsanwendung etwas zu sagen hat, wird die Musik automatisch leiser und anschließend wieder lauter.

Bilder sagen mehr als viele Worte, weswegen wir Ihnen die neue TomTom-App am besten zeigen:

Die wichtigste Funktion ist natürlich das Navigieren zu einem bestimmten Ziel. Deswegen steht diese Funktion ganz oben. Bemerkenswert ist, dass das Ausschalten der Quasseltante Sprachansage gleich auf Platz 2 kommt.

Die zweite Seite des Hauptmenüs zeigt dann schon einige weniger wichtige Funktionen. Wir benutzen auf unserem Gerät aber beispielsweise die Verkehrsinfo sehr oft.

Zweifelsohne setzt auch TomTom auf Optik, wie man am Staubalken rechts außen sieht.

Die Nachtansicht bietet die gleiche Funktionalität wie die Tagansicht, sie ist aber insgesamt dunkler, damit der Fahrer nicht geblendet wird.

Die Navigation funktioniert natürlich auch im an sich vertrauten, aber eigentlich unlogischen Querformat. Interessant ist bei einem Navigationsgerät ja, was VOR dem Fahrzeug ist. Da ist die Hochkantdarstellung besser als das Querformat.

Auch im Querformat ist eine Nachtansicht verfügbar. Neu ist, dass die Navi-App Sonnenauf- und -untergang berechnet und in Abhängigkeit davon die Helligkeit und das Farbschema steuert.

Eine der Hauptanwendungen des iPhones auch im Auto ist sicherlich die Musikwiedergabe. Jetzt dreht das Navi die Lautstärke der Musik runter, wenn es eine Ansage machen will.

Wenn auf einen Schlag alle Skifahrer wieder nach Hause wollen, wird's auf den Straßen eng: Hier die Hauptstraße 28 zwischen dem Kistenstein und dem Madrisalhorn.

Wir basteln uns einen dichten Verkehr: Hier zeigt das iPhone-Programm einen Verzögerung von vier Minuen auf der A8. Erfahrungsgemäß ist die Genauigkeit sehr hoch, und mit immer mehr Endgeräten wird sie nur besser.

Da haben wir den Salat: Rund um Zürich geht an manchen Tagen nichts mehr. Immerhin hilft HD Traffic dabei, diese Verkehrsbehinderungen so gut wie möglich zu umfahren.

HD Traffic zeigt auf Wunsch auch jeden einzelnen Stau auf einer solchen Informationsseite. Wir sind wieder an der Hauptstraße 28.

Ob man das Gerät hochkant oder quer nutzt, ist eigentlich reine Geschmackssache. Bei dieser Ansicht gibt es keinen großen Unterschied.

Jetzt hätten wir es fast vergessen, aber die TomTom-App fürs iPhone benutzt natürlich auch IQ-Routes. Damit kann sie abhängig von der Uhrzeit und dem Wochentag die schnellste Route heraussuchen.

Das Menü 'Navigieren zu...' enthält alle wichtigen Funktionen: Eine normale Suche starten Sie mit 'Adresse', neu ist jetzt der vorletzte Punkt 'lokale Suche'.

Extrem mächtig ist die lokale Google-Suche. Sie können im aktuellen Umkreis, in einer beliebigen Stadt oder in der Nähe der Zuhause-Position mit Google nach einem Sonderziel suchen.

Das iPhone sucht sich manchmal einen Wolf. Da hilft es, die TomTom Car Kit Halterung zu benutzen, die einen eigenen - weit besseren - GPS-Empfänger mitbringt.

TomTom hat auch die Kosten für die Nutzung von HD-Traffic veröffentlicht: Einen Tag erhält man für 79 Cent, einen Monat für 5,99 Euro, drei Monate für 14,99 Euro und ein ganzes Jahr für 49,99 Euro. Diese Kosten liegen deutlich unter den Live-Kosten für ein TomTom-Navi mit eingebautem Datenmodul, was daran liegt, dass sich der Hersteller bei der iPhone-App die Kosten für die Datenübertragung spart. Die muss immer der Anwender selbst zahlen, was bei den üblichen Flatrate-Tarifen aber kein Problem darstellen dürfte.

Die erwähnte Halterung für das iPhone mit Ladekabel, Lautsprecher und zusätzlichem GPS-Empfänger finden Sie hier: