Garmin lizenziert Höheninfos für Landkarten
Garmin-Straßennavis werden trendgemäß beworben mit in der Landkarte enthaltenen Höheninformationen oder besser gesagt Bergen und Tälern. Leider war es damit in der Vergangenheit nicht weit her: Die Höheninfos konnte man nur sehen, wenn man extrem aus der Karte herauszoomte. Die Darstellung war dann aber so grob, dass man nur sehen konnte, dass irgendwo voraus Berge auf einen warten. Ob es über Pässe oder durch Täler ging, konnte man unmöglich feststellen.
Der amerikanische Hersteller kann sich anscheinend auf seinem Heimatmarkt und in Europa nicht länger dem Trend zur dreidimensionalen Darstellung der Landschaft verschließen. Leider gibt’s die nötigen Daten nicht vom Haus-und-Hof-Kartenlieferanten Navteq, so dass Garmin sie von einem dritten Unternehmen zukaufen muss: Intermap Technologies heisst der Anbieter dieser Daten. “NEXTMap” und NEXTMap Europe” bieten eine Höhengenauigkeit von einem Meter, was sicherlich mehr als ausreichend sein dürfte. Die Genauigkeit der Daten wurde von verschiedenen Instituten geprüft, unter anderem von der Universität Stuttgart. Alle Daten werden durch Flugzeuge mit Insar-Radargeräten erfasst, bei der durch die Erfassung von Radarechos durch zwei getrennte Antennen hochgenaue Geländemessungen durchgeführt werden können. (Bitte beachten Sie, dass der Hersteller Interferometric Synthetic Aperture Radar mit Ifsar abkürzt, die übliche Abkürzung in der Geodäsie lautet aber Insar.)
Das Unternehmen hat die Höhendaten schon an andere PND-Hersteller und Zulieferer lizenziert, unter anderem an Tele Atlas und Magellan. Laut einer Pressemeldung werden erste Garmin-Navis mit sichtbaren Höheninfos während der Navigation für das erste Halbjahr 2010 erwartet.

