Neu: Motorradnavi TomTom Urban Rider

Geschrieben am 27 April 2010  von Gerhard Bauer

TomTom bringt zwei neue Navigationsgeräte für Motorradfahrer. Das „Urban Rider“ sitzt im gleichen Gehäuse wie der zuletzt angebotene Rider, wird aber mit einer einfacher bedienbaren Software wie die zuletzt neu präsentierten Einsteigernavis One2 und XL2 ausgerüstet. Das Urban Rider besitzt jedoch weit mehr Funktionen und Einstellmöglichkeiten als das One2 und das XL2: Natürlich kann man weiterhin Routen planen oder Vorgaben machen, welche Routenart das Gerät berechnen soll – die schnellste, die kürzeste, die ökonomischste oder beispielsweise eine schnelle ohne Autobahnen. Ein Fahrspurassistent, IQ-Routes und Mapshare werden dem „Urban-Rider“-Besitzer natürlich nicht vorenthalten.

Für 249 Euro erhält man das Urban Rider mit Kartenmaterial von Mitteleuropa. Diese enthält neben Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein auch alle direkt angrenzenden Länder: Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich einschließlich Monaco, Italien mit San Marino und dem Vatikan, Polen, Tschechien, die Slowakei, Ungarn und schließlich Slowenien sowie die Insel Malta. Außerdem sind eine komplette Motorradhalterung (vom amerikanischen Spezialhersteller RAM-Mount) und ein zusätzliches Ladegerät für die 220-Volt-Steckdose enthalten.
349 Euro verlangt TomTom für das Gerät mit komplettem Europa-Kartenmaterial, der Motorradhalterung sowie einer zusätzlichen Autohalterung.

Weil die Motorradsaison bereits begonnen hat und es deswegen höchste Zeit ist, soll das Urban Rider ab Ende Mai erhältlich sein. [Update: Zumindest die Europa-Variante soll ab 8. Juli verfügbar sein.] Aktuell ist noch das Vorgängermodell „TomTom Rider 2nd Edition“ im Handel, das für 499 Euro (mit DACH-Kartenmaterial) und 599 Euro (mit Europakarte) verkauft wird. Achten Sie also – schon wegen des weit besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses – darauf, das neue Geräte zu erhalten.

Anmerkung 1: Ob die in einer Pressemeldung erwähnte Variante „TomTom Rider Pro“ (exakt das gleiche Gerät, aber mit einem beigelegten Bluetooth-Ohrhörer) auch in Deutschland verkauft wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher.

Anmerkung 2: Der fürs Auto „notwendige“ Lautsprecher sitzt in der Autohalterung. Auf dem Motorrad nutzt man für die Sprachausgabe Ohrstöpsel, die via Bluetooth oder per Kabel angeschlossen werden.

Anmerkung 3: Es gibt keine Möglichkeit, an den Urban Rider einen TMC-Empfänger anzuschließen oder auf irgendeinem anderen Weg Verkehrsinformationen oder -nachrichten zu empfangen und zu verarbeiten.

Anmerkung 4: Es gibt auch keine Möglichkeit, den Urban Rider unterwegs zu laden. Es liegt nur ein Steckernetzteil für die normale 220-Volt-Steckdose bei. Die Halterung besitzt keine Kontakte mehr, um das Gerät während der Fahrt zu laden. Da man die Akkus auch nicht wechseln kann, dürfte dies ein schwerwiegendes Manko darstellen. Laut TomTom hält der Akku des Urban Riders „mindestens 6 und bis zu 10 Stunden“, was ausreichen sollte. Sollten Nutzer ihren Urban Rider länger nutzen wollen, müssen sie zu einem Active Dock greifen, das als Zubehör erhältlich ist.

Bitte lesen Sie auch unsere Anmerkungen zu Erkenntnissen, die wir während des Tests des Urban Riders mit Europakarte gewonnen haben. Insbesondere die Aufteilung der via Latest Map Garantie erhältlichen digitalen Landkarten in vier Teile ist aktuell definitiv ein Ärgernis.

Das TomTom Urban Rider steckt im gleichen Gehäuse wie das Rider II und das Rider 2nd Edition, das Innenleben ist aber komplett neu.


Das Gehäuse des Urban Rider ist natürlich voll wasserdicht und entspricht der IPX7.


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