Navigon 70 Premium mit Bewegungssensor

Geschrieben am 11 Mai 2010  von Gerhard Bauer

Mit einem 12,7 Zentimeter (5,0 Zoll) großen Bildschirm und einem neuartigen Fahrspurassistenten ausgerüstet hat der Hamburger Hersteller Navigon die beiden neuen Modelle „70 Plus“ und „70 Premium“. Grundsätzlich kennzeichnet der Namenszusatz „Plus“ Geräte der Guten Mittelklasse, während die mit „Premium“ im Namen die Technologie-Spitze darstellen. Dementsprechend unterscheiden sich das Plus und das Premium in einigen Features, die folgende Auflistung gilt aber für beide Geräte:

  • Am eindrucksvollsten ist sicherlich der neue „aktive Fahrspurassistent“, der nach Herstellerangaben voll animiert ist und dem Fahrer unter anderem signalisiert, wann er am besten den Blinker setzt. Bisher zeigte der Fahrspurassistent ja nur die aktuellen Fahrstreifen, jetzt sieht man die gesamte Straße in einem separaten Fensterchen. Der nächste Schritt wäre, dass man jeden Fahrstreifen einzeln im Hauptfenster sieht, aber das funktioniert noch nicht zufriedenstellend.
  • Der eingebaute Annäherungssensor „reagiert zum Beispiel auf gezielte Bewegung vor dem Display“ (Zitat aus der Pressemeldung des Herstellers). Der Sensor ist ein kapazitiver Annäherungssensor: Sobald man sich mit dem Finger dem Display auf ein paar Zentimeter nähert, blendet das Navi die typischen Menüs ein. Wie das funktioniert, sehen Sie in einem Video am Ende des Artikels.
  • Erstmals dürfen die Anwender ganz leicht eigene Sonderziele einbinden: Die legt man einfach in einer CSV-Datei an, also einer einfachen Excel-Tabelle, und überträgt sie in das Gerät. Einfacher kann man es fast nicht mehr machen.
  • Natürlich hat Navigon auch wieder die Autobahn-Ansichten „Reality View“, die Parkhausinfo „Clever Parking“ sowie Fahranweisungen mit gesprochenen Straßen- und Ortsnamen eingebaut.
  • In beiden Geräten steckt identische Technik: Navigon verbaut einen 520 MHz schnellen Prozessor mit ARM-11-Kern. Das gibt leider noch keinen Hinweis auf die konkret verwendete Chiptechnik. Es könnte sich aber beispielsweise um einen „Sirf Prima“ handeln, der auch im Navigon 84xx eingesetzt wird.
  • Ebenfalls identisch in beiden Navis ist die digitale Landkarte, die ursprünglich natürlich wieder von Navteq stammt: Erstmals deckt eine Navigon-Landkarte auch Island, Moldawien und die Ukraine ab. Laut Hersteller sind 43 Länder enthalten, wobei wir aber hoffen, dass nicht wieder die Isle of Man und Gibraltar als eigenständige Länder mitgezählt werden.

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Unterschiede vom 70 Plus zum 70 Premium

  • Das Modell 70 Premium wird mit einer gerätelebenslangen Lizenz für TMC Pro geliefert. Das 70 Plus kann in Deutschland „nur“ die normalen TMC-Dienste empfangen. Außerhalb von Deutschland verarbeiten beide Geräte nur die frei empfangbaren TMC-Services.
  • Das 70 Premium enthält die „Professionellen Sprachsteuerung 2.0“. Damit lässt sich laut Hersteller „mit dem Navi in Umgangssprache kommunizieren“. Das 70 Plus besitzt „nur“ die bereits von anderen Navigon-Produkten bekannte „professionelle Sprachsteuerung“. Bei beiden muss man die Sprachsteuerung erst mit einer Bewegung des Fingers über dem Display aktivieren.
  • Das 70 Premium besitzt die „eingebaute Bluetooth-Freisprecheinrichtung 2.0“, die unter anderem zwei Handys parallel nutzen kann, und „City View 3D 2.0“, das reale Gebäudeumrisse in Innenstädten zeigt.

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Konkrete technische Details und Verfügbarkeit des 70 Plus und des 70 Premium sind noch nicht bekannt. Das Navigon 70 Plus kostet 199 Euro und das Navigon 70 Premium kostet 279 Euro laut Liste.

Beachten Sie den Active Lane Assistant an der rechten Seite: Vergleichbare Fahrspurassistenten gibt es bei den Mitbewerbern einfach nicht.


Die Menüs oben und unten werden erst sichtbar, wenn man mit der Hand über den Annäherungssensor streicht. Sonst sieht man nur die ganze digitale Landkarte.

Hier der Annäherungssensor in Aktion. Klicken Sie einfach auf das Pfeilsymbol.


Hier können Sie das Navigon 70 gleich bestellen: