NavNGo verlängert Vertrag mit Tele Atlas

Geschrieben am 27 Mai 2010  von Gerhard Bauer

Nav N Go, der Hersteller der iGo-Navigationssoftware, die unter anderem in Navis von Becker und Pearl verwendet wird, hat einen neuen Vertrag mit dem Kartenlieferanten Tele Atlas abgeschlossen. Nav N Go nutzt nicht nur das „normale“ Kartenmaterial, sondern auch die IQ-Routes-Technologie, LKW-Attribute und die Advanced City Models mit dreidimensionalen Innenstadtansichten.

IQ Routes ist eigentlich eine Erfindung von TomTom. Seit der Übernahme von Tele Atlas durch TomTom fließen aber alle TomTom-Innovationen in das Kartenmaterial mit ein, und seit kurzem werden diese Innovationen fröhlich an andere Hersteller lizenziert.

Ein Navi mit IQ Routes verwendet für die Routenberechnung tatsächlich gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeiten und nicht feste Geschwindigkeitswerte wie innerorts immer 50 km/h. Tele Atlas besitzt mittlerweile eine riesige Datenbank, wann man wie schnell auf jedem Straßenabschnitt fahren kann. Diese Datenbank umfasst für jeden Straßenabschnitt 2016 Inhalte: 12 pro Stunde mal 24 Stunden mal 7 Tage. Damit weiß ein Navi beispielsweise, dass auf der Hauptstraße x an Werktagen zwischen 7.20 und 8.40 Uhr der durch den Berufsverkehr verursachte Stau eine Verzögerung von 7 Minuten verursacht, zu allen anderen Zeiten aber die schnellste Verbindung darstellt.

Nav N Go ist durch diesen Vertrag nicht hundertprozentig an Tele Atlas gebunden: Wenn ein Kunde* von Nav N Go seine Geräte lieber mit Navteq-Kartenmaterial haben will, ist das natürlich genauso möglich. Der Navihersteller Becker liefert seine Geräte seit jeher mit Kartenmaterial des direkten Tele-Atlas-Konkurrenten Navteq aus, aktuell gilt gleiches für die von Pearl vertriebenen NavGear-Geräte.

Über finanzielle oder andere Konditionen des Vertrags gibt es keine Informationen.

* Kunden sind die direkten Abnehmer der Navisoftware, also Unternehmen wie beispielsweise Becker und Pearl. Der Endverbraucher hat keine freie Wahl zwischen Navteq und Tele Atlas.

iGo in Aktion: Hier sieht man schon die dreidimensionale Landschaft und die Einbindung von Warnzeichen.


Londons City bei Nacht: Normale Gebäude werden in iGo mit Umrissen dargestellt, Bauwerke und Denkmäler mit echtem Aussehen und echten Texturen.


Die statische, aber fast echte Wiedergabe von Autobahnkreuzen gehört heute zum guten Ton bei allen Navis. Die Texte auf den Schildern müssen im Kartenmaterial enthalten sein.


Unterwegs in Gravesano, nördlich des Luganer Sees: Hier sind extra wenig Zusatzinfos eingeblendet. Das Symbol links oben zeigt uns, dass wir den nächsten Kreisel an der zweiten Möglichkeit verlassen müssen. Beachten Sie, dass iGo auf jedem Gerät anders aussehen kann!


Im Londoner Stadtteil Peckham: Hier gibt es tausende Reihenhäuser, die in der Karte nicht enthalten sind. Nur alles, was ein bisschen größer ist.


iGo blendet selbstständig nicht in Frage kommende Buchstaben aus und schlägt sogar die besten Möglichkeiten vor.


iGo gefällt durch die schnelle Berechnung, auch über nicht alltägliche sehr lange Strecken.


Die Länderinfo beim Überfahren einer Grenze ist eine einfache, aber trotzdem sehr hilfreiche Funktion. Der Autor wäre sonst schon mehrfach dran gewesen wegen tagsüber nicht eingeschalteten Licht.


Wenn einen die Häuser und Bauwerke oder Denkmäler (engl. Landmarks) stören, schaltet man sie einfach ab. Wir finden diese Funktion aber toll, weil man sich damit schneller orientieren kann.


Auf Wunsch baut iGo ins Navi auch einen Tripcomputer, der die Fahrt protokolliert. Der Navi-Hersteller muss sich nur diese Funktion aussuchen.


Neu: iGo nutzt auch LKW-Parameter, und muss deswegen natürlich die Art der Ladung kennen.


I'll be home for Christmas: Für 3424 Kilometer braucht man in den USA um die 40 Stunden reine Fahrzeit. Das Problem ist nicht, dass die Autos so schlecht sind, sondern die Entfernungen so riesig groß. Obwohl...


Der Autor war schon dreimal beruflich in Paris, hat aber noch nie den Eiffelturm gesehen. Das hat nichts mit Ignoranz gegenüber dem Weltkulturerbe zu tun, sondern einfach nur mit zu straffen Zeitplänen. Nächstesmal nehme ich mir die Zeit aber...


Unterwegs in den USA. Hier braucht man tatsächlich sehr dringend einen Fahrspurassistenten, weil man sich oft schon sehr frühzeitig in spezielle Abbiegespuren einordnen muss. Beachten Sie den Fahrspurassistenten unten in der Mitte.