Neu: Navigon 40 in vier Versionen

Geschrieben am 4 Juni 2010  von Gerhard Bauer

Ein neues Navi, das in insgesamt vier Varianten auf den Markt kommt, kündigt der Hamburger Hersteller Navigon an: Das Navigon 40 gibt es in den Geschmacksrichtungen Easy, Plus, Premium und Premium Live. Das Easy hat am wenigsten Ausstattung, das Premium Live die umfangreichste. So kann jeder Anwender selbst bestimmen, welche Funktionen er in seinem Navi haben will und welche nicht.

Grundsätzlich stecken alle 40er Modelle im gleichen Gehäuse: Seine Größe wird bestimmt durch den 4,3 Zoll oder 10,9 Zentimeter großen Touchscreen. Die Abmessungen betragen 121 mal 76 mal 15 Millimeter, das Gewicht soll bei typischen 160 Gramm liegen. Als Betriebssystem nutzt Navigon wie immer Windows CE. Prozessor und GPS-Empfänger sind kombiniert in einem Sirf Atlas V mit 500 MHz.

Navigon 40 Easy 20: 149 Euro

  • Kartenmaterial von 20 Ländern Mitteleuropas: Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Monaco, Spanien und Andorra, Italien mit San Marino und dem Vatikan, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien. Das Kartenmaterial stammt vom zweiten Quartal 2010, für Spätkäufer gilt die übliche Latest Map Garantie innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Kauf. Ein zwei Jahre dauerndes Kartenabonnement mit insgesamt acht virtuellen Lieferungen gibt’s für 19,95 Euro, falls man dieses innerhalb der ersten 30 Tage nach dem Kauf bucht.
  • Premium-TMC für Norwegen, Schweden und Finnland, in allen anderen Gegenden Europas „nur“ normales TMC, also in Deutschland das öffentlich-rechtliche TMC, in Österreich TMCplus und in der Schweiz ViaSuisse. Der TMC-Empfänger ist in das Ladekabel integriert.
  • Aktiver Fahrspurassistent: Zeigt in einer dynamisch mitlaufenden Straßenansicht die richtigen Spuren.
  • Reality View Pro: Autobahndreiecke, -kreuze und -ausfahrten werden statisch, aber sehr realistisch wiedergegeben.
  • MyRoutes: Das Navigon berechnet bis zu drei mögliche Strecken ans Ziel, von denen man sich die am besten geeignetste aussuchen kann.
  • Navigon Zielgerade: Das Navi bietet virtuelle Tasten, um statt des Ziels beispielsweise das nächstgelegene Parkhaus anzusteuern.
  • My Best POI: Zeigt am oberen Bildrand eine Leiste mit drei Sonderzielkategorien an. Darin finden Sie die Entfernung zum jeweils nächsten Ziel jeder Kategorie.

Navigon 40 Plus: 179 Euro

    Wie das Navigon 40 Easy, zuzüglich:

  • Ab Werk vorinstallierte Europakarte. Weil’s so lustig und so falsch ist, hier die komplette Abdeckung wie Navigon sie beschreibt: „Albanien, Andorra, Belarus, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Gibraltar, Griechenland, Groß-Britannien, Die Insel Man, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Moldawien, Monaco, Monte Carlo, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Vatikan“. Navigon zählt die Zahl der Begriffe und kommt dann auf 45, obwohl in der Produktübersicht nur 43 steht.
    Da weiß man gar nicht, wo man beim korrigieren anfangen muss. Also: Die Insel Man gehört genauso wie Gibraltar zu Großbritannien. Navigon ist der einzige Hersteller, der auf diese Weise Länderabdeckung erzeugt, denn im Kartenmaterial hat die zwischen Irland und Schottland gelegene Insel natürlich jeder Hersteller. Als nächsten Schritt könnte der Hersteller statt Großbritannien die Länder England, Schottland, Wales und Nordirland separat ausweisen, dazu vielleicht noch die Kanalinseln Jersey und Guernsey. Monte Carlo ist ein Stadtteil von Monaco, zählt also auch nicht. Dafür sind jetzt Island und Griechenland drin und das ebenfalls von der Politik, nicht aber von den Kartenherstellern anerkannte Kosovo. Tatsächlich sind es also wirklich 43 Länder, auch wenn die Wege, wie Navigon zu dieser Zahl kommt, nicht nachvollziehbar sind.
  • Das Navigon 40 Plus verfügt nicht nur über die „normale“ Sprachausgabe, sondern kann auch Straßen- und Ortsnamen ansagen.
  • „One Click Menu“ blendet die MyBestPOI-Leiste zusammen mit den Bedienelementen am unteren Bildrand weg. Ein Tipp auf den Touchscreen reicht, um beides wieder anzuzeigen.

Navigon 40 Premium: 199 Euro

    Wie das Navigon 40 Plus, zuzüglich:

  • Der Verkehrsfunkempfänger verarbeitet auch kostenpflichtige Premium-TMC-Meldungen in Frankreich (ViaMichelin), Norwegen, Schweden, Finnland, Polen (alle vier Destia), Slowenien, Ungarn (beide Traffic Nav) und Großbritannien. Premium-TMC-Dienste in Deutschland (TMC Pro bzw. Navteq Traffic) erhält man nur gegen Aufpreis.
  • Fest eingebaut ist eine Bluetooth-2.0-Freisprecheinrichtung. Diese kann Kontakt zu zwei Handys aufnehmen, beispielsweise zu einem beruflich und zu einem privat genutzten Gerät.

Navigon 40 Premium Live: 249 Euro

    Wie das Navigon 40 Premium, aber anstelle des TMC-/Premium-TMC-Empfängers erhält man ein Live-Hardwaremodul zum Einschleifen ins Ladekabel und eine dreimonatige kostenlose Freischaltung für den Navigon-Live-Dienst. Dieser enthält Traffic Live, eine lokale Online-Suche in Google, die Parkhausbelegungsanzeige Clever Parking und einen Wetterbericht. Live ist komplett oder nur teilweise verfügbar in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Italien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Großbritannien.

Das Navigon 40 Easy 20 ist laut Navigon ab 11. Juni verfügbar, die restlichen Modelle ab 21. Juni 2010. Beachten Sie bitte, dass alle 40er die silberne Spange um den Bildschirm haben werden, so wie es im ersten Bild dargestellt wird. Die anderen Bilder stammen von einem Vorserienmodell.
[Anm. vom 8.6.2010: Navigon hat nochmals klargestellt, dass keines der neuen 40er-Modelle eine Sprachsteuerung besitzt.]

Beachten Sie das aktuelle Reality View Pro. Das Bild sieht klasse aus, entspricht aber nicht wirklich der Realität.


Wie die anderen aktuellen Navigons verfügen auch die 40er Modelle über MyRoutes: Dabei schlägt das Navi drei alternative Routen vor.


Die dritte Stufe der Evolution: Die Leiste am oberen Bildrand zeigt beispielsweise, wie weit die Entfernung bis zum nächsten Wiener Schnitzel beträgt.


Stau voraus: Das Navi leitet uns lieber um die Verkehrsbehinderung herum.


Navigon Sightseeing: Alle 40er verfügen über eine Merian-Datenbank mit den besten Sonderzielen.


Das Sahnestück der neuen Navis ist sicherlich der neue, aktive Fahrspurassistent, der mit dem Fahrzeug mitscrollt.



Hier können Sie die neuen Navigon-Geräte gleich bestellen: