Jetzt mit Öko-Routen: iGo Primo 1.1

Geschrieben am 19 Juli 2010  von Gerhard Bauer

Die Navigationssoftware des ungarisch-israelischen Herstellers Navngo ist deutschen Anwendern bekannt von Becker- und Pearl-Navigationsgeräten. Die aktuellste Version 1.1 der Navngo-Software mit der Bezeichnung iGO primo bietet jetzt einige neue Fähigkeiten:

Die Öko-Routen berücksichtigen den Motortyp des verwendeten Fahrzeugs, man kann wechseln zwischen Diesel, Benzin und Hybrid-Antrieben, und den bevorzugten Reisegeschwindigkeiten. Gibt der Navibesitzer dann noch den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch inner- und außerorts ein, berechnet das Gerät den umwelt- und natürlich auch geldbeutelschonendsten Weg zum Ziel. Die jeweils ökonomischste Route wird dann genauso wie die schnellste, die kürzeste und die einfachste Route dem Fahrer präsentiert – mit einer Angabe zur Fahrzeit, -strecke und zum CO2-Ausstoß.

iGO primo 1.1 berücksichtigt dabei nach Herstellerangaben konsequent Strecken mit niedrigem Tempo. Wir sind aber nicht ganz sicher, ob dieser Weg wirklich zielführend ist, denn ein Fahrzeug, das auf der Autobahn 50 Kilometer mit konstanten 100 km/h fährt, braucht sicher weniger Treibstoff als das gleiche Fahrzeug, das 30 Kilometer mit 80 km/h über die Dörfer tuckert, an 12 Kreuzungen halten und hinter jedem langsamen Fahrzeug herzuckeln muss. In Praxistests wird die neue Software zeigen müssen, wie weit es mit dem Ökogedanken wirklich ist.

Eine weitere Neuheit von iGO primo ist die Programmier-Schnittstelle für flottenspezifische Features: Mit der Simple Location API kann ein Navihersteller unter anderem Kommunikation mit dem Fahrer, Auswertungen von Fahrzeug- und Routeninformationen oder die Navi-Steuerung von außen über ein Datenfunkmodul realisieren.

Für den australischen Markt gedacht sind die neuen „Allrad-Routen“ für den kleinsten Kontinent. In Australien muss man unterscheiden, ob eine Route für einen normalen PKW oder für ein Allradfahrzeug berechnet werden soll – quer durch den Busch kann manchmal wesentlich kürzer, für normale PKW aber unmöglich sein.

Endkunden können iGO primo nicht direkt beim Hersteller kaufen. Navngo „arbeitet“ nur direkt mit den Naviherstellern zusammen. Anwender müssen also warten, bis ihr bevorzugter Hersteller die neuen Features bei Navngo lizenziert.

Hier sieht man die Möglichkeiten der Öko-Routen: Die schnellste Strecke von Graz nach Budapest dauert 246 Minuten und bläst 62,0 kg CO2 in die Luft.


Die Ökoroute berechnet für die gleiche Distanz einen Weg von 264 Minuten, bei dem aber über 10 Prozent CO2 gespart werden.


Neuerdings kann iGO primo noch mehr länderspezifische Warnschilder zeigen, so wie hier am Transkanada-Highway am Lac Duhamel, 100 Kilometer nordwestlich von Montreal.


Zuerst geht es steil nach oben bis zur Spitze. Im Anschluss daran muss man wieder nach unten. Die Großglockner Hochalpenstraße ist eine der schönsten Strecken Europas. Beachten Sie die Warnschilder am rechten Rand!


Beachten Sie den Fahrspurassistenten und die Gebäudedarstellungen in Budapest.


Rund um Murray Gorge, zwischen Melbourne und Sydney, hat Australien tatsächlich auch ein paar Berge.


Rüber nach Wollongong oder lieber Abendessen in Wolloomooloo? Beachten Sie die Oper links am Hafen.


Hot nights in Budapest: Wir kommen aus dem Varosliget und bewegen uns in Richtung City.


Für optimale Ökorouten muss man zuerst den durchschnittlichen Verbrauch inner- und außerorts eingeben.