TomTom: Gutes Geschäftsergebnis!

Geschrieben am 21 Juli 2010  von Gerhard Bauer

Der niederländische Navihersteller TomTom hat überraschend gute Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2010 vorgelegt. Trotz der ständig zurückgehenden Verkaufspreise konnte TomTom den Quartalsumsatz mit 362 Euro praktisch konstant halten, im Vorjahreszeitraum betrug der Umsatz nur minimal höhere 368 Millionen Euro. Der Gewinn stieg um 69 Prozent auf 34 Millionen Euro, was 9,4 Prozent entspricht. Bezogen auf die Computerbranche ist das ein hervorragender Wert.

Der TomTom-CEO, Harold Goddijn, berichtet in seinem Geschäftsbericht: „… Unser neues Premium-Navigationsgerät bietet unseren Anwendern eine einzigartige Fülle von Diensten und Features, einschließlich HD Traffic und schnellerer Routenberechnungen. Damit erhalten unsere Anwender die beste verfügbare Routenführung ohne versteckte oder zusätzliche Kosten, wenn sie sich im Ausland befinden.“ Nur zu gerne betont Harold Goddijn regelmäßig den größten Vorteil eines richtigen Navis gegenüber der Offboard-Handynavigation von Google & Co.: Beim Navi entstehen keine zusätzlichen Kosten für Datenübertragungen. Sogar wenn ein Anwender eine Daten-Flatrate fürs Handy zahlt, muss er im Ausland mit immensen Zusatzkosten für die Datenübertragungen rechnen – falls der Betrieb ohne Neukonfiguration überhaupt möglich ist.

Die einzelnen Geschäftsbereiche lieferten im zweiten Quartal 2010 die folgenden Umsätze:

  • Consumer (normale Navigationsgeräte): 273 Millionen Euro
  • Automotive (Fahrzeugfesteinbaugeräte und Tele-Atlas-Karten für Festeinbaugeräte anderer Hersteller): 44 Millionen Euro
  • Licensing (Live- und HD-Traffic-Abonnements, Tele-Atlas-Karten für andere Anwendungen, u.a. Navis anderer Marken, Internet…): 33 Millionen Euro
  • Work (Flottennavigation): 12 Millionen Euro

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Die folgende Aufstellung zeigt, wie die vier Geschäftsbereiche zum finanziellen Gewinn der TomTom-Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2010 beigetragen haben.

  • Consumer: Plus 70,1 Millionen Euro
  • Automotive: Minus 1,0 Millionen Euro
  • Licensing: Minus 9,7 Millionen Euro
  • Work: Plus 7,3 Millionen Euro

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Marktanteile

Im zweiten Quartal 2010 stieg der TomTom-Marktanteil in Europa von 44 (2. Quartal 2009) auf 49 Prozent. In ganz Europa konnten im zweiten Quartal 3,1 Millionen Geräte verkauft werden, was einem TomTom-Anteil von 1,52 Millionen Geräten entspricht. In Nordamerika stieg der Marktanteil von 19 auf 23 Prozent. Dort wurden insgesamt 3,3 Millionen Geräte verkauft, so dass auf TomTom 759.000 Geräte entfallen.