Garmin zieht in den Krieg

Geschrieben am 23 August 2010  von Gerhard Bauer

In einer Routinemeldung hat das amerikanische Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass es 1462 Navigationsgeräte von Garmin bestellt hat – zum Stückpreis von 4500 $! Für insgesamt knapp über 6,6 Millionen $ liefert TGH, ein in Kalifornien ansässiges „Systemhaus“ für Flugzeugelektronik, 789 Navis an die US Army und 673 Geräte an die US Navy.

Dabei handelt es sich natürlich nicht um olivfarbene nüvis, sondern um GPSMap 696, die eigentlich für die Luftfahrt entwickelt wurden, aber trotzdem als Standalone-Geräte mehr oder weniger portabel sein sollen: Ein GPSMap 696 ist 15 Zentimeter breit, 20 Zentimeter hoch, 5 Zentimeter dick und knapp über ein Kilogramm schwer. Das Display hat eine Auflösung von 480 mal 800 Punkten und eine Diagonale von knapp 18 Zentimetern (7,0 Zoll). Zusätzlich zu den normalen GPSMap 696 verfügen die bestellten Geräte über zusätzliche Karten möglicher Einsatzgebiete, eine elektronische Verschlüsselung sowie eine nochmals erhöhte Robustheit.

Damit die Soldaten mit den Geräten auch etwas anfangen können, erhalten die Army 158 und die Navy 135 E-Learning-Programme auf CD.

Das Garmin GPSMap 696 ist eigentlich ein Flugzeug-Navigationssystem.