Navigon für T-Mobile-Android kostenlos

Geschrieben am 31 August 2010  von Gerhard Bauer

Ab 1. September 2010 gibt es vom Hamburger Navi-Hersteller eine kostenlose Navigationssoftware für Smartphones mit Android-Betriebssystem, die im Netz der T-Mobile laufen: Navigon Select Telekom Edition Android ist eine vollwertige Navigationslösung für alle Besitzer eines Handys von HTC, LG, Samsung und Sony-Ericsson, das mit dem Google-Betriebssystem Android arbeitet.

Die Grundversion des Programms ist kostenfrei erhältlich im Android Market. Zusätzliche Funktionsmodule erhält man via App Purchase, abgerechnet und bezahlt wird über die Mobilfunkrechnung. Je nach Umfang erhält man die verschiedenen Funktionsmodule zu Preisen zwischen 9,95 und 29,95 Euro.

Die Android-Basisversion des Navigon Mobile Navigators bekommen Anwender der T-Mobile jetzt kostenlos!


Die kostenlose Grundversion enthält alle wesentlichen Funktionen. Das Kartenmaterial stammt wie immer bei Navigon von Navteq und enthält Deutschland, Österreich, die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Die Software beherrscht nicht nur die Navigation im PKW-Modus, sondern auch für Fußgänger. Der Anwender darf die umfangreichen standardisierten Sonderzieldatenbanken nutzen und alternativ auch die Online-Google-Suche. Das Android-Smartphone wechselt auf Wunsch automatisch zwischen der hellen und kontrastreichen Tag- und der dunkleren Nachtdarstellung. Wenn man das Handy von quer auf hochkant dreht, schaltet die Navigon-Software auch automatisch die Darstellung um. Die Grundversion bietet Sprachansagen, allerdings ohne gesprochene Straßen- und Ortsnamen, und zeigt an Autobahnausfahrten, wie man sich richtig einordnet.

Das Navigon Bonus-Paket ist gratis und erlaubt den direkten Zugriff der Navigationsanwendung auf das Adressbuch des Handys. Damit können Sie jeden Kontakt direkt anfahren.

Das Navigon-Premium-Paket für 9,95 Euro enthält dreidimensionale Darstellung, berechnet die Route unter Berücksichtigung Ihres individuellen Fahrstils und bietet auch eine oder zwei Alternativrouten und erlaubt die direkte Eingabe von geografischen Koordinaten. Außerdem enthält das Premium-Paket auch Reality View Pro, mit dem das Handy nicht nur Autobahnausfahrten, sondern auch -kreuze und -dreiecke in einer fast realistischen Ansicht zeigt.

Das Navigon Sicherheits- und Relax-Paket für ebenfalls 9,95 Euro beinhaltet den kompletten „Fahrspurassistenten Pro“, der mit einem animierten Straßenschema vorgibt, wie man sich am besten einordnet. Der Geschwindigkeitsassistent zeigt in Form eines stilisierten Tempolimitschilds die jeweils erlaubt maximale Höchstgeschwindigkeit und Radar Info warnt auf Wunsch vor entsprechenden Überwachungsmaßnahmen.

Das Navigon Europa-20-Paket für 19,95 Euro erweitert die digitale Landkarte von vier auf 20 mitteleuropäische Länder. Der Preis für die vollständige Europakarte ist noch nicht bekannt.

Ebenfalls noch nicht veröffentlicht sind die Preise des Sound-and-Fun-Pakets, das TTS (Sprachanweisungen mit vorgelesenen Straßen- und Ortsnamen) sowie „Lustige Stimmen“ enthält, sowie des Traffic-Pakets, mit dem man die Navigon Live Traffic-Dienste zugreifen kann. Aufgrund der unrealistischen und vom Anwender selbst zu tragenden Roamingkosten empfehlen wir aber, diese Funktion nur in Deutschland zu nutzen.

Auf Wunsch gibt es auch Komplettversionen mit allen Funktionen. Mit Karten für 20 Länder kosten diese 59,95 Euro und mit ganz Europa 89,95 Euro. Bis 15. September sind die Preise stark reduziert auf 39,95 und 59,95 Euro.

Reality Scanner

Das Bonus- und das Sound-und-Fun-Paket enthalten die völlig neue Funktion Reality Scanner. Sie stellen sich an eine Straßenecke und „fotografieren“ mit der ins Handy eingebauten Kamera – möglichst im Weitwinkel – eine Ansicht. Anhand der GPS-Koordinaten weiß der Mobile Navigator, wo Sie sich befinden, und nach einer Analyse des Bildes kennt er auch den Richtungsvektor. Dann blendet die Software über das im Kameradisplay sichtbare Foto die Lage der nächsten Sonderziele ein. Da diese meist verdeckt sind, zeigt es die Richtung und die Entfernung bis zu diesem Sonderziel. Auf Wunsch kann man eines dieser Sonderziele dann gleich als nächstes Navigationsziel auswählen.

Der Reality Scanner erkennt wo man gerade steht und zeigt die in der Nähe befindlichen Sonderziele. Damit er die Ansicht des aktuellen Standorts verarbeiten kann, muss man noch ein Foto schießen, aber mit Hilfe ein paar gerätespezifischer Programmier-APIs sollte man auch das bald umgehen können. Das müssen aber die Hersteller beisteuern.