IFA: Vier neue Navis von Becker

Geschrieben am 2 September 2010  von Gerhard Bauer

United Navigation präsentiert zur IFA ein komplett neues Produktportfolio seiner Marke Becker. Alle neuen Geräte werden eingeteilt in die Serien Ready, Active und Professional und arbeiten mit einem 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter) großen Touchscreen. Unverändert ist auch der mechanische Zurück-Taster an der linken unteren Ecke, den Becker jetzt als „EasyBack“ bezeichnet. Glücklicherweise benutzt Becker auch bei den neuen Geräten die bewährte iGO-Software.

Das Becker Ready 43 Traffic beinhaltet für 149 Euro schon alle wichtigen Funktionen - und ist komplett ausgestattet.

Bei der Ready-Serie betont Becker einfache Handhabung bei zuverlässiger Routenführung. Das Einstiegsmodell „Becker Ready 43 Traffic“ kostet einschließlich einer kompletten Europakarte und eines TMC-Empfängers 149 Euro. Es berechnet nicht nur eine, sondern auf Wunsch auch mehrere alternative Routen, was Becker mit „BestTracks“ bezeichnet. Wie gehabt zeigt das Gerät die Umgebung dreidimensional: Berge und Täler werden für eine vorausschauendere Fahrweise genauso gezeigt wie Häuser und Bauwerke, letztere insbesondere für eine schnellere Orientierung in Städten. Außerdem kann das Ready 43 Traffic Straßen- und Ortsnamen vorlesen, zeigt präzise Bilder von Autobahnkreuzen und -ausfahrten und in Städten einen Fahrspurassistenten mit Pfeildarstellung.

Die Active-Serie besteht aus zwei Modellen, die sich nur gering unterscheiden. Beide werden geliefert mit dem „Easy Click Aktivhalter zur Befestigung ohne den ungeliebten Kabelsalat. Die beiden Geräte berechnen Routen unter Berücksichtigung uhrzeit- und werktagsabhängiger Durchschnittsgeschwindigkeiten, die Becker „Best Tracks“ nennt, letztlich aber die ganz normalen Navteq Traffic-Patterns sind. Ansonsten können die beiden Active-Modelle alles, was das Easy auch kann.

Das Grundmodell der Active-Baureihe ist das „Active 43 Traffic“ für 179 Euro. Mit der Beckerschen OneShot-Sprachsteuerung und einer eingebauten Bluetooth-Freisprecheinrichtung wird daraus das „Active 43 Talk“ für 199 Euro.

Die Mittelklasse von Becker sind künftig das Active Traffic (links) und das Active Talk (rechts).


Das „Becker Professional 43 Control“ bietet laut Herstellerangaben einen modularen Aktivhalter „Becker Click Easy Pro“, der von HR Autocomfort zugeliefert wird. Damit soll man das Navi in jedes Fahrzeug integrieren können. Wenn man damit noch nicht zufrieden ist, bekommt man gegen Aufpreis das optionale Connectivity Kit, eine Funkfernsteuerung, die man beispielsweise auf der Mittelkonsole montieren kann. Diese ist grundsätzlich bekannt von den Harman-Kardon-Navis, die bis vor einem Jahr im Handel waren und dann mit den Becker-Geräten fusioniert wurden. Zusätzlich bietet das 299 Euro teure Professional 43 Pro eine Lizenz für europaweiten Empfang von Premium-TMC-Diensten.

Das Becker Professional steuert man entweder mit dem Touchscreen oder mit diesem Funkcontroller, den man bereits von den alten Harman-Kardon-Navis kennt.


Quasi als Bonus sind alle neuen Becker-Navis mit einem überarbeiteten Power-Management versehen. Die Navigationsgeräte von Becker versetzen sich beim Ausschalten normalerweise nur in einen Standby-Modus. Das verkürzt enorm die Zeit, die die Navis beim nächsten Einschalten zur Positionsbestimmung und damit zum Start der Routenberechnung brauchen. Auf der anderen Seite verbraucht dieser Standby-Modus aber auch Energie. Das neue, optimierte Power-Management soll nun dieses Problem beseitigen. Ab Werk ist auf jedem Becker auch ein elektronischer Marco-Polo-Reiseführer für Berlin installiert, gegen Bezahlung hält der Anbieter 29 weitere Deutschland-Guides bereit.