Produktübersicht: Alle TomTom-Navis

Geschrieben am 28 September 2010  von Gerhard Bauer

Die TomTom-Produktpalette ist seit der letzten IFA nicht gerade übersichtlicher geworden. Im folgenden zeigen wir Ihnen die aktuellen TomTom-Navis, was sie jeweils können und wie teuer sie sind.

Alle aufgeführten TomTom-Navis bieten:

IQ-Routes: Damit berechnen die Navis abhängig von der Uhrzeit und dem Wochentag die jeweils beste Route.
Mapshare: Zur Korrektur kleiner Fehler im Kartenmaterial. Diese Korrekturen können auf Wunsch mit anderen Anwendern geteilt werden, ebenso kann man Korrekturen anderer Anwender auf sein Gerät übertragen lassen.
Garantie für die neueste Kartenversion: Grundsätzlich darf jeder Käufer eines TomTom-Navis innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Inbetriebnahme die zu diesem Zeitpunkt aktuellste digitale Landkarte kostenlos downloaden und auf das Navi übertragen.
TomTom Home / MyTomTom: Mit der Software TomTom Home oder dem internetbasierenden MyTomTom verwalten Sie die auf Ihrem Navi gespeicherte Software.
Fahrspurassistent: In Städten zeigt das Navi frühzeitig mit Pfeilen in der Informationsleiste an, wie Sie sich einordnen müssen. Auf Autobahnen weist es mit statischen halbrealen Bildern auf die jeweils richtigen Fahrspuren hin.
Gesprochene Fahranweisungen: Alle TomTom-Navis bieten akustische Fahranweisungen einschließlich vorgelesener Straßen- und Ortsnamen.
Geschwindigkeitswarner: Für alle wichtigen Straßen sind die Tempolimits hinterlegt. Überschreitet man die vorgegebenen Geschwindigkeiten, warnt das Gerät auf Wunsch mit einem einstellbaren Signalton.


Das Start 2 ist das aktuelle Einstiegsmodell von TomTom. Es ist nur mit 3,5 Zoll großem Bildschirm und Mitteleuropakarte erhältlich.

TomTom Start 2 Central Europe Traffic: 119 Euro

Der niederländische Hersteller verlangt für das billigste Navigationsgerät 119 Euro. TomTom hat das Start 2 als Einsteigergerät positioniert und deswegen die Software auf die wichtigsten Funktionen reduziert. Das Start 2 kann weder Fußgänger- noch Radfahrerrouten berechnen.
Das Start 2 ist technisch recht simpel aufgebaut, als stylischen Gag kann man es mit farbigen Gehäuserückseiten ausstatten. Dafür ist die Windschutzscheibenhalterung fest mit dem Navi verbunden, so dass man nicht nur das Navi, sondern auch die Autohalterung mitnehmen muss.
Die digitale Landkarte umfasst nur Mitteleuropa, konkret Deutschland, Schweiz und Österreich sowie alle angrenzenden Länder: Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich (mit Monaco), Italien (mit dem Vatikan und San Marino), Slowenien, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen und Dänemark. Als Dreingabe gibt’s noch Malta, die jetzt nicht so direkt an Deutschland, Österreich und die Schweiz angrenzen.
Das Traffic in der Produktbezeichnung weist auf den mitgelieferten Empfänger für TMC-Verkehrsinformationen hin. Auf Wunsch umfährt das Gerät gemeldete Staus automatisch.


Das Start XL kommt serienmäßig mit einem 4,3-Zoll-Bildschirm, hat aber nur die einfachere Ausstattung der Start-Modelle.

TomTom Start XL Central Europe Traffic: 139 Euro
TomTom Start XL Europe Traffic: 139 Euro

Das Start XL versteht sich ebenfalls als Einsteigermodell, so dass auch dieses Navi nur die elementarsten Routenfunktionen mitbringt: Man kann es als Auto-Navi verwenden, für den Einsatz zu Fuß oder auf dem Rad ist es aber mangels entsprechender Routenberechnungsmöglichkeiten nicht geeignet.
Das XL in der Produktbezeichnung weist auf einen extra großen Bildschirm hin: Hier misst er 4,3 Zoll oder 10,8 Zentimeter. Weil das Start XL in einem vor zwei Jahren entwickelten Gehäuse steckt, kann man die Autohalterung vom Navi abnehmen, so dass man unterwegs nur das reine Navi mitnehmen muss – der Rest bleibt einfach im Fahrzeug. Mangels Fußgängermodus macht der Einsatz in unübersichtlichen Fußgängerzonen oder Stadtparks aber gar nicht so viel Sinn.
Das Start XL erhält man in zwei Varianten, die sich nur durch die Größe der ab Werk installierten Landkarte unterscheiden: Das Start XL Central Europe Traffic enthält die bereits beim Start 2 aufgezählten Länder, während das Start XL Europe Traffic digitales Kartenmaterial von 45 Ländern Europas beinhaltet: Von Portugal bis Russland und von Norwegen bis runter nach Griechenland und in die Türkei. Problematisch ist nur, dass die komplette Europakarte neuerdings so groß ist, dass sie bei den meisten TomTom-Navis nicht mehr auf einmal in den Arbeitsspeicher passt, denn der ist meist nur 2 GByte groß. TomTom splittet deswegen die Europakarte in vier Teile, die man je nach Bedarf mit Hilfe des heimischen PCs wechseln muss. Hier rächt sich, dass TomTom bei fast allen Geräten auf einen Steckplatz für Speichererweiterungskarten verzichtet.
Beiden Geräten gemein ist wieder der recht gut funktionierende Empfänger für TMC-Verkehrsinformationen.
Das Start XL mit der Mitteleuropakarte kostet laut Liste 139 Euro. Da er bis auf die Displaygröße identisch ausgestattet ist wie das Start 2, kann man sagen, dass die Differenz von 20 Euro für das größere Display hingeblättert werden muss. Weitere 20 Euro Aufpreis werden fällig, wenn man das Start XL Europe Traffic mit der Karte von ganz Europa wählt.


Das Mittelklasse-Navi Via 120 erhalten Sie in zwei verschiedenen Landkarten-Varianten.

TomTom Via 120 Central Europe Traffic: 179 Euro
TomTom Via 120 Europe Traffic: 199 Euro

Eine komplette Neuentwicklung ist die Via-Baureihe von TomTom. Die Bezeichnung Via (italienisch für Straße, schon lange tragen die TomTom-Baureihen die Namen italienischer Städte als interne Bezeichnung) soll künftig für alle Mittelklassengeräte von TomTom stehen.
Das Via 120 besitzt endlich alle „normalen“ Navi-Funktionen, es kann also auch Fußgänger- und Radfahrerrouten berechnen. Leider ist es für den mobilen Einsatz nicht perfekt geeignet, weil die Windschutzscheibenhalterung über einen Kugelkopf fest mit dem Navi verbunden ist, und man die beiden Teile nicht trennen kann. „Am Stück“ passt das Gerät gerade noch in die Hemdtasche.
Das Via 120 besitzt grundsätzlich einen 4,3 Zoll (10,9 cm) großen Bildschirm im Breitformat, die Modellbezeichnung lässt aber grundsätzlich Platz nach oben und unten, so dass die Niederländer später auch Varianten mit kleinerem oder größerem Display nachreichen können.
Die Besonderheit an der Via-120-Serie sind die Sprachsteuerung für die Navi-Funktionen und die eingebaute Freisprecheinrichtung für ein Bluetooth-Handy. Beide werden ausgeliefert mit einem TMC-Empfänger für Verkehrsinformationen.
Die Variante mit der Mitteleuropakarte kostet 179 Euro, während man für ein Via 120 mit ganz Europa 199 Euro bezahlen muss.


Wahlweise mit 4,3-Zoll- oder mit 5,0-Zoll-Bildschirm, aber immer mit Live-Modul: Das TomTom Via Live.

TomTom Via Live 120 Europe: 199 Euro
TomTom Via Live 125 Europe: 249 Euro

Schon die Produktbezeichnung gibt einigen Aufschluss über die Gerätekategorie und die Ausstattung. Das Via deutet auf ein Mittelklassenavi hin, das unter anderem mit einer Sprachsteuerung und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung versehen ist, und das Kürzel Live steht für das eingebaute GPRS-Datenfunkmodul: Damit holt sich das Via Live Stauinformationen über das Internet beim HD-Traffic-Server von TomTom.
HD Traffic hat gegenüber den normalen TMC-Verkehrsinformationen viele Vorteile: HD Traffic ist weit aktueller und bietet eine viel höhere Straßenabdeckung, wie unter anderem auch schon der TÜV bestätigt hat. HD Traffic funktioniert bei den hier genannten Live-Geräten auch im mitteleuropäischen Ausland, wo man sonst nur sehr rudimentäre Verkehrsinformationen erhält. Zusätzlich gibt’s eine lokale Google-Suche nach Sonderzielen oder einen aus dem Internet abrufbaren Wetterbericht. Der einzige Nachteil: Der Live-Service ist nach Ablauf des ersten Jahres kostenpflichtig, 12 Monate kosten dann 49,95 Euro und 24 Monate kosten 79,95 Euro.
Bemerkenswert: Für den gleichen Listenpreis, den man für ein Via 120 Europe Traffic bezahlen muss, erhält man ein gleichwertiges Via Live 120 Europe. Das eine enthält einen TMC-Empfänger und kann damit brauchbare, aber nicht perfekte Verkehrsinfos lebenslang empfangen. Das andere bietet die Live-Services für ein Jahr, die unter anderem perfekte Verkehrsinfos beinhalten.
Grundsätzlich bieten beide Via die gleiche Funktionalität und Ausstattung. Der einzige Unterschied ist die Bildschirmgröße: Das Via Live 120 besitzt ein 4,3 Zoll großes Display, das Via Live 125 eines mit 5,0 Zoll. Beide Navis beinhalten eine Europakarte, 4 GByte Speicher und einen Steckplatz für eine Speicherkarte.


Das Go Live 1000 hat einen 4,3 Zoll großen Bildschirm. Das Go Live 1005 bietet ein 5-Zoll-Display, ansonsten aber exakt die gleiche Ausstattung.

TomTom Go Live 1000 Europe: 299 Euro
TomTom Go Live 1005 Europe: 349 Euro

Die beiden Spitzenmodelle von TomTom fallen aus der Reihe mit ihrem kapazitiven und hochglänzenden Bildschirm, das der Hersteller als „Fluid Touch Display“ bezeichnet. Ebenfalls neu ist die EasyClick-Autohalterung, die das Navi mit einem Magneten fixiert. Das einlegen des Navis in die Halterung ist besonders komfortabel gelöst, weil die Kontaktleiste ebenfalls magnetisch am Navi fixiert wird.
Eine 5 an der letzten stelle der Produktbezeichnung steht für einen 5 Zoll großen Bildschirm. Das Display des Go Live 1005 ist also 12,7 Zentimeter groß, beim Go Live 1000 misst es 10,9 Zentimeter oder 4,3 Zoll. In beide Varianten ist ein Live-Modul eingebaut, über das man HD Traffic, die lokale Google-Suche und andere Onlinefunktionen nutzen kann. Um sich von Mitbewerbern abzusetzen, dürfen Anwender eines deutschen Geräts (und nur die!) die Live-Dienste für zwei Jahre ab der ersten Inbetriebnahme nutzen. Anschließend ist die Verlängerung um 12 Monate für 49,95 Euro (nach heutigem Stand) möglich.
Während das Via Live mit einem Speicherkartensteckplatz ausgerüstet wird, besitzen die Go-Live-Modelle keinen, was uns aktuell niemand mit vernünftigen Argumenten erklären kann. Der Speicher für das digitale Kartenmaterial misst bei beiden Geräten 4 GByte. Auch die Go-Live-Modelle werden mit einer Freisprecheinrichtung und Sprachsteuerung ausgerüstet.
Besonders überzeugend ist die extrem schnelle Routenberechnung: Eine Strecke über mehrere hundert Kilometer berechnen die beiden TomTom-Spitzenmodelle tatsächlich in wenigen Sekunden. Beide Navis werden mit der Europakarte ausgeliefert.



Hier können Sie alle aktuellen TomTom-Navis vorbestellen oder gleich kaufen. Bitte achten Sie darauf, nicht mehr zu bezahlen als jeweils oben angegeben ist.