Blitzerwarner fürs iPhone: NRadar

Geschrieben am 9 November 2010  von Gerhard Bauer

Höchstwahrscheinlich illegal, aber dafür praktisch nicht beweisbar, ist das neu vorgestellte Radarwarner-Programm „NRadar“. Die iPhone-App soll den Anwender warnen vor Blitzampeln, festen und mobilen Radarkameras, die sich in seiner Nähe befinden. Dazu sollen alle Anwender aktive Blitzer an die Community melden; ob es darüber hinaus noch andere Quellen für Radaranlagen gibt, konnte uns der Hersteller kurzfristig nicht mitteilen. Das Programm beherrscht volles Multitasking und wartet im Hintergrund, bis ein aktiver Blitzer in die Nähe kommt. In einem frei einstellbaren Radius um dessen Standort warnt es dann per Sprachausgabe, Vibrationsalarm oder Piepsen. Auf Wunsch zeigt das Programm auch den (mehr oder weniger) exakten Standort in einer Google-Karte.

Die Software kostet einmalig 0,79 Euro und arbeitet in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Großbritannien, Belgien, Niederlande, Polen, Spanien und schließlich Portugal. Aufgrund des praktisch identischen Firmenlogos vermuten wir, dass NRadar die gleichen Urheber hat wie die Navigationssoftware NDrive, also ursprünglich aus Spanien kommt.

Gemäß §23 Abs. 1b der STVO „ist es untersagt, ein technsiches Gerät zu betreiben, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen…“. Während man bei Navis mit eingebautem Blitzerwarner vortrefflich streiten kann, ob diese von diesem Paragraphen erfasst werden (Grundlagen u.a. hier), dürfte die Lage bei dieser Software nochmals wesentlich komplizierter sein. Insbesondere, wenn man das iPhone nur in der Tasche mitführt und deswegen für einen Polizeibeamten nicht mal ansatzweise erkennbar ist, dass man eine solche Software nutzt, dürfte für die Staatsmacht nichts zu holen sein. Das Fazit lautet also: Eventuell verboten (75 Euro + Verwaltungskosten, dazu 4 Punkte), aber praktsich nicht beweisbar.

Sie finden das Programm im iTunes-Store, weitergehende Infos finden Sie beim Hersteller. Der Kaufpreis enthält nicht nur die Software, sondern auch die Bereitstellung des Datenaustausch-Servers. Die Datenübertragungskosten müssen natürlich selbst bzw. per Flatrate getragen werden.


Diese Blitzerwarner-Software fürs iPhone ist konkurrenzlos günstig.