Neue Garmin-Navigationssysteme

Geschrieben am 6 Dezember 2010  von Gerhard Bauer

Garmin bringt in Kürze die beiden neuen Navigationsmodelle der nüvi 2xxx-Baureihe in den deutschen Handel. Das nüvi 2340LT und das nüvi 2360LT sind wie der Name schon sagt, weitgehend baugleich: Beide sitzen in einem 122 mal 75 mal 16 Millimeter großen Gehäuse und beide verfügen über einen 4,3 Zoll oder 10,9 Zentimeter großen normalen Touchscreen mit der praktisch standardisierten Auflösung von 480 mal 272 Bildpunkten.

Das besondere Highlight an den beiden neuen Navigationsgeräten ist jedoch sicherlich die Photo Real 3D Kreuzungsansicht, die helfen soll, sich auf Autobahnen noch schneller und einfacher zu orientieren. Bisher wurden die unbewegten 3D-Ansichten von Autobahnkreuzen und -ausfahrten aus dem digitalen Kartenmaterial berechnet und mit einem von mehreren hübschen Hintergrundbildern aufgehübscht. Garmins fotorealistische dreidimensionale Kreuzungsansicht basiert aber auf Fotografien beziehungsweise Filmaufnahmen, die lediglich am Computer nachbearbeitet werden. Das heißt, dass tatsächlich für jede Ausfahrt und für jedes Autobahnkreuz mehrere Bilder im Kartenmaterial hinterlegt sind. Damit bieten die neuen Navis „fast hundertprozentig echte“ Ansichten. Ebenfalls eingebaut in die Bilder wurden realistisch beschriftete Wegweiser. Spuren, auf die man sich einordnen soll, zeigen riesige Pfeile im typischen Garmin-Magenta.

Beide Navigationsgeräte sind mit der ebenfalls neuen nüRoutes-Technik ausgestattet. nüRoutes besteht aus zwei theoretisch unabhängig voneinander funktionierenden Teilen:

  • Die Garmin trafficTrends entsprechen historischen Traffic-Flow-Daten, die der Kartenlieferant Navteq beisteuert. Damit kennen die nüvis abhängig vom Wochentag und von der Uhrzeit regelmäßig auftretende Verkehrsbehinderungen, speziell die täglich auftretenden Staus auf Ein- und Ausfallstraßen.
  • Garmin myTrends „prophezeit“ in Abhängigkeit vom Tag und der Uhrzeit Ihr Ziel. Sogar wenn Sie kein Ziel eingeben, aber das Navi weiß, dass Sie um diese Zeit normalerweise immer zur Arbeit fahren, wird es Ihnen Informationen zur Ankunftszeit und zur Verkehrslage liefern.

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Sowohl das nüvi 2360LT als auch das nüvi 2340LT sind mit einem in Europa räumlich und zeitlich unbegrenzten Premium-TMC-Abo ausgerüstet. Garmin benützt dafür verständlicherweise die Dienstleistungen von Navteq Traffic, ehemals bekannt als TMC Pro. Beide Navigationsgeräte bieten darüber hinaus die üblichen Garmin-Funktionen wie beispielsweise die Fußgängernavigation in Innenstädten, beiden stehen auch die gegen Aufpreis erhältlichen cityXplorer-Karten für den öffentlichen Personennahverkehr zur Verfügung.

Das Garmin nüvi 2340LT wird ab Werk nur mit Kartenmaterial von Mitteleuropa geliefert. Abgedeckt werden alle Länder, die direkt an den deutschen Sprachraum grenzen – und ein bisschen mehr: Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Italien mit San Marino und dem Vatikan, Frankreich mit Monaco, Spanien mit Andorra, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien und Slowenien sowie Malta. Das sind insgesamt 22 Länder, die sicherlich für die meisten Autoreisen deutschsprachiger Urlauber reichen sollten.

Das nüvi 2360LT besitzt die neue erweiterte Europakarte, die neben den normalen Ländern von Portugal bis zur Ukraine und von der Türkei bis Irland auch die folgenden „Extras“ enthält: Island, die Azoren, Madeira, die Kanaren, die französischen Antillen, die Insel Reunion und Französisch-Guayana. Außerdem ist das nüvi 2360LT mit einer Bluetooth-Freisprechanlage zu einem entsprechenden Handy sowie einer Sprachsteuerung ausgerüstet.

Das Garmin nüvi 2340LT soll 189 Euro kosten, für das nüvi 2360LT möchte der Hersteller 229 Euro verlangen.


Die Besonderheit der beiden neuen Garmin-nüvi-Modelle ist natürlich die Photo Real 3D Kreuzungsansicht, für die Garmin die Abfahrten tatsächlich abfotografiert und dann nachbearbeitet hat. Hier verlasseen wir München auf der A9 in Richtung Norden. Links sieht man die Allianz Arena, rechts geht es in Richtung Süden.


Nichts neues auf der Rückseite: Glücklicherweise verlässt sich Garmin nach wie vor auf die sehr patente Kugelkopfhalterung.


Hier können Sie die beiden neuen Garmin-nüvi-Modelle gleich kaufen oder vorbestellen: