Die stressigsten Elektronikhändler

Geschrieben am 11 Januar 2011  von Gerhard Bauer

Das Kölner Beratungsunternehmen Service Value hat 40 Onlinestores und Ladengeschäfte für Consumer Electronics getestet. Insbesondere wurde geforscht, wie stressig der Einkauf eines technischen Geräts für den Kunden ist. Überraschend: Es gibt keinen eindeutigen Trend, ob normale Ladengeschäfte oder Onlinehändler stressiger sind. Untersucht wurden dabei 6000 Beurteilungen von Kunden.

Die nervigsten und die besten Anbieter:

Stressfaktor 50,7: Die schlechteste Bewertung erhielt K & M Elektronik, eine vor allem im Südwesten Deutschlands vertretene Kette von 33 Filialen samt Onlineshop.
Stressfaktoren zwischen 41 und 50 erhielten EP: Electronic Partner, der nicht sehr anwenderfreundliche Apple Online Store sowie die Onlinehändler Cyberport und Computeruniverse.net.
Einen Stressfaktor 40,9 haben die Saturn-Filialen, während die Konzernschwester MediaMarkt mit 40,0 minimal besser abschnitt. Beide bewegen sich aber noch auf der „schlechten Seite“ des Durchschnittswerts 39,3.
ProMarkt (38,8), Euronics (38,2), Expert (36,9) und Redcoon (35,8) schnitten teilweise erheblich besser als der Durchschnitt ab.
Der Elektronikspezialist Conrad gefiel scheinbar durch seinen klar strukturierten Aufbau, das riesige Angebot und die zwar manchmal nicht ganz niedrigen, aber dafür immer ehrlich kommunizierten Preise: Nur 35,7 Prozent fühlen sich bei Conrad gestresst.
Mit Neckermann.de (34,1) und Otto Multimedia (33,1) räumen die Onlinetöchter der deutschen Versandriesen ab.
An der Spitze mit 30,0 liegt jedoch ein amerikanisches Unternehmen, das aber schon einige Erfahrung gesammelt hat: Amazon.de ist der Elektronikhändler mit dem niedrigsten Stressfaktor. Sicher ist dafür die wegweisende Rücknahmegarantie von Amazon verantwortlich, deren Kosten der Versandgigant mittlerweile auf die Hersteller abwälzt.