Positions-Anzeiger Garmin GTU 10

Geschrieben am 22 Januar 2011  von Gerhard Bauer

Garmin präsentiert mit dem GTU 10 einen Positionstracker, der seine Koordinaten ständig per GPRS an den Internetservice Garmin Tracker sendet, mit dessen Hilfe Berechtigte dann sehen können, wo sich das Gerät und damit die zu überwachende Person oder das zu überwachende Fahrzeug befindet. Aufgrund gesetzlicher Regelungen (Telekommunikationsgesetz §§ 91 bis 107) ist der Einsatz des GTU 10 zum „Verfolgen“ von Personen nicht erlaubt, funktionieren würde es aber natürlich. Aktuell darf man das GTU 10 deswegen nur zur Überwachung von Haustieren, Fahrzeugen oder andere „Sachen“ wie beispielsweise einer Schultasche nutzen.

Das Garmin GTU 10 ist ein 76 mal 33 mal 20 Millimeter und 50 Gramm schweres Modul, in das der GPS-Empfänger, das GPRS-Datenfunkmodul und natürlich ein Akku eingebaut sind. Es ist absolut wasserdicht nach IPx7, so dass es auch an einem Hundehalsband, auf einem Motorrad oder einem Schiff problemlos funktioniert. Das GPS-Modul bestimmt seine aktuelle Position und sendet sie über das GPRS-Datenfunkmodul an einen zentralen Garmin-Service namens Garmin Tracker. Jeder Berechtigte darf über das Internet auf den Garmin Tracker zugreifen und nachsehen, wo sich „sein“ Gerät aktuell befindet.

Das GTU 10 beziehungsweise der Internetservice dahinter bieten auch ein Geo-Fencing: Da kann man vorweg festlegen, in welchem Bereich sich das Modul und damit das zu überwachende Objekt frei bewegen darf. Sobald es den virtuellen Zaun überschreitet, wird der Überwacher mit einer E-Mail oder einer SMS verständigt. Alternativ darf man den Standort des Geräts auch auf einem iPhone mit Hilfe einer separaten kostenlos App verfolgen.

Der Mehrwert beim Garmin GTU 10: Der Kaufpreis von 199 Euro enthält bereits den Trackingservice „Basis“ für das erste Jahr. Anschließend werden 49 Euro pro Jahr für die Datenübertragungskosten fällig. Im Basis-Service werden die Koordinaten nur alle 15 Minuten übertragen, was meistens ausreichen dürfte. Wünscht man eine exakte Übertragung der Standorte, muss man den Premium-Dienst dazubuchen, dafür werden pro Monat 5 Euro extra fällig. Bemerkenswerterweise lässt sich das Garmin GTU 10 praktisch überall in West- und Mitteleuropa einsetzen, denn abgedeckt werden die folgenden Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Tschechien und Polen.

Der Preis von 199 Euro enthält das Garmin GTU 10, ein Mini-USB-Kabel für den PC zum Aufladen und Konfigurieren, eine Autohalterung und eine Tasche, die man beispielsweise am Hundehalsband befestigen kann. Enthalten ist auch der Preis für den Basis-Tracking-Service für das erste Jahr. Nach Ablauf dieser Zeitspanne kostet der Trackingservice 49 Euro pro Jahr. Wünscht man den hochgenauen Premium-Dienst, werden pro Monat weitere 5 Euro fällig.


Das Garmin GTU 10 überträgt seinen Standort und damit den des zu überwachenden Objekts via GPRS an einen Trackingservice. Die entsprechende Berechtigung vorausgesetzt kann man dann sehen, wo sich das Gerät aktuell befindet.


Nicht nur für Hunde. Der Einsatz des GTU 10 zur Überwachung von Menschen, egal ob Kindern oder demenzkranken Senioren, ist aktuell nicht erlaubt. Technisch möglich wäre es aber.