TomTom: Laues 1. Quartal 2011

Geschrieben am 27 April 2011  von Gerhard Bauer

Wirtschaftlich noch gut, insgesamt aber enttäuschend hat TomTom das erste Quartal 2011 abgeschlossen. Der Umsatz blieb im Vergleich zum identischen Vorjahreszeitraum praktisch unverändert, er bewegte sich von 268 auf 265 Millionen Euro nur minimal nach unten. Der Quartalsgewinn stieg auf niedrigstem Niveau von 3 auf 8 Millionen Euro.

Der Vorstandsvorsitzende Harold Goddijn musste seine Umsatzprognosen reduzieren: Insbesondere in Nordamerika ist der Markt für mobile Navis extrem eingebrochen. Die 1521 Millionen Euro des Geschäftsjahres 2010 kann man unmöglich wiederholen, aktuell wird mit einem Betrag von 1425 bis 1475 Millionen Euro gerechnet.

Die detaillierten Umsätze:

  • Consumer beinhaltet alle normalen PNDs, der Umsatz sank von 186 (1. Quartal 2010) um 16 Prozent auf 157 Millionen Euro.
  • Automotive umfasst die Ab-Werk-Geräte und die nachträglichen Festeinbauten (u.a. zusammen mit Sony vermarktet), hier stieg der Umsatz von 39 um 53 Prozent auf 60 Millionen Euro.
  • Licensing steht für den Verkauf von Kartenmaterial und Verkehrsinformationen an Anbieter von Drittlösungen, dieser Bereich änderte sich von 31 auf 34 Millionen Euro.
  • Business Solutions (ehemals TomTom Work) bewegte sich auf sehr niedrigem Niveau von 12 auf 14 Millionen Euro.
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    Marktanteile

    TomTom beziffert den Gesamtmarkt für mobile Navis in Europa im ersten Quartal 2011 auf 2,4 Millionen Geräte, das wäre ein Rückgang um 0,3 Millionen oder 12 Prozent. Der amerikanische Markt ist um 20 Prozent von 2,6 auf 2,1 Millionen Geräte zurückgegangen.

    Die Schwächen des Marktes konnte TomTom nicht nutzen, so dass der Marktanteil in Europa bei 47 Prozent blieb. Etwas besser ist die Situation in Nordamerika, hier stieg der Anteil von 22 auf 24 Prozent.