Garmin nüLinks zeigen echte Verkehrsbilder

Geschrieben am 10 Mai 2011  von Gerhard Bauer

Update vom 16. Mai 2011: In einer gerade erschienenen Presseinformation kündigt Garmin Deutschland das nüLink 2390 an. Die online übertragenen Verkehrsinformationen werden an Garmin wie immer von Navteq geliefert. Neu ist aber die Bezeichnung des Verkehrsinformationsdienstes „Navteq Traffic Pro“. Vermutlich wurden einfach die Bezeichnungen „TMC Pro“ und „Navteq Traffic“ kombiniert, außerdem soll das Pro sicher zeigen, dass die jetzt verwendeten Verkehrsinfos noch viel besser sind als früher und als alle anderen. Garmin verweist in seiner Presseinfo stolz auf 80 Millionen Datenquellen für Verkehrsinformationen, angefangen beim Live-Verkehrssensor über die Infos der Landesmeldestellen bis hin zu den Probe-Daten von Smartphones und Live-Navis. Das deutsche Modell unterstützt nicht die Anzeige der echten Verkehrsbilder: Dafür gibt’s hierzulande einfach keine bzw. nicht genug Datenquellen. Alle anderen Features des 4,3-Zoll-Navis entsprechen aber dem britischen Gerät. Der Verkaufspreis des nüLink 2390 mit Kartenmaterial von ganz Europa und der über einen gesprochenem Befehl aktivierbaren Sprachsteuerung beträgt 239 Euro.


Garmin hat in Großbritannien neue „Connected Navis“ mit nüLink-Onlineverbindung vorgestellt: Die Serie 2300 besitzt ein eingebautes GPRS-Funkmodem, mit dem es wie ein Handy in ganz Europa Daten austauschen kann. Diese Daten sind natürlich navigationsbezogen, in erster Linie handelt es sich um Verkehrsinformationen.

Ganz neu sind die Funktionen „Photo Live“ und „3D traffic“, von denen leider momentan noch nicht bekannt ist, ob und wie sie auch in Deutschland realisiert werden können.

Photo Live: Die neuen Geräte zeigen echte Aufnahmen von Überwachungskameras in den Verkehrsleitzentralen, auf Wunsch präsentiert das Gerät beim Einschalten das Livebild einer voreingestellten bevorzugten Kreuzung. In Großbritannien soll es etwa 1600 solcher Kamerastandorte geben.

3D Traffic: Diese Funktion beschreibt die Verbindung von zusätzlichen Quellen von Verkehrsinformationen, unter anderem spricht Garmin UK auch „Millionen von Quellen“, was natürlich nüLink-Geräte sowie GPS-Smartphones mit Onlineauswertung bedeutet.

Weitere Onlinefunktionen sind die lokale Google-Suche, Wetterbericht, Tankstellenpreise, Währungsrechner und Flugzeiten.

Auf Wunsch, und wirklich nur, wenn der Anwender das will, kann er auch seine aktuellen Standortdaten ins Internet melden, so dass er auf Social-Network-Seiten „verfolgt“ werden kann.

Fest eingebaut sind natürlich auch Photo Real Junction View, eine echte Sprachausgabe, Splitscreendarstellung und individuell konfigurierbare Menüseiten.

Das nüLink 2320 wird in Großbritannien mit einer lokalen Karte von Großbritannien und Irland ausgeliefert. Das nüLink 2340 besitzt Karten von Mitteleuropa und das nüLink 2390 Kartenmaterial von ganz Europa, zusätzlich besitzt es auch die neue automatische Spracherkennung, die auf ein Codewort reagiert und keinen Tastendruck mehr erfordert. Verkaufsstart soll noch im Juni sein.

Garmin Deutschland bzw. die zuständige Presseagentur hat sich bis dato nicht geäussert über die Einführung der neuen Navigationssysteme. Da jedes nüLink aber in ganz Europa funktioniert, dürfte die Einführung der neuen Geräte nicht lange auf sich warten lassen.


Ob ein Garmin nüLink 2300 auch in Deutschland auf Verkehrskameras zugreifen kann, oder ob es sich hier um eine britische Spezialität handelt, konnte uns noch niemand verraten.

Auf Wunsch zeigt das Gerät gleich beim Einschalten das Livebild von der individuell meistgehasstesten Kreuzung.