Marktzahlen Q2 2011: Navi-Desaster

Geschrieben am 19 August 2011  von Gerhard Bauer

Die Unterhaltungselektronik-Verkaufszahlen des zweiten Quartals 2011 weisen abermals einen Rückgang aus: Nach 845.000 Geräten im zweiten Quartal 2010 konnten jetzt nur noch 771.000 Navis verkauft werden. Relativ konstant waren die mittleren Preise, sie sanken minimal von 166 Euro auf 160 Euro Endkundenpreis. Man muss hier allerdings beachten, dass dieser Durchschnitt auch die Festeinbau-Navis berücksichtigt, die in letzter Zeit wieder populärer werden: Das durchschnittliche portable Navi kostet deswegen nach wie vor um die 130 Euro.

Die gesamte Navi-Branche konnte aufgrund der schlechteren Verkaufszahlen und der niedrigeren Verkaufspreise nur ein deutliches Minus einfahren: Der Quartalsumsatz aller Navihersteller zusammen betrug in Deutschland deswegen 123 Millionen Euro nach 141 Millionen Euro im gleichen Vorjahresquartal.

Kompensieren könnten die Hersteller diese Rückgänge mit direkten Geschäften: Der Verkauf von aktualisierten Landkarten, Funktionsupgrades oder auch Onlineservices hinkt allerdings bei allen Fabrikaten deutlich hinter den Erwartungen her. Etwas erfolgreicher sind Navigationsprogramme für die gängigen Smartphones. Entscheidend für das Überleben der diversen Navihersteller wird sein, wie gut sie ihre Anwender auf die diversen Handy-Plattformen ziehen können.