Geschäftszahlen 3. Quartal 2011

Geschrieben am 3 November 2011  von Gerhard Bauer

TomTom verliert, Garmin siegt

Der amerikanische Navihersteller Garmin kann seine Spitzenstellung im GPS-Bereich weiter ausbauen: Im dritten Quartal konnte Garmin einen Umsatz von 482 Millionen Euro (667 Millionen US-Dollar) verbuchen, während die niederländischen Mitbewerber nur noch auf 336 Millionen Euro kamen. Aufgrund ihrer weit größeren Produktpalette sind die Amerikaner auch krisenfester: Der Garmin-Umsatz sank nur um 4 Prozent gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres, während TomTom einen Rückgang um 10 Prozent verbuchen musste.

Die Kernzahlen von TomTom (jeweils im Vergleich zum Vorjahresquartal):

  • Umsatzrückgang von 375 auf 336 Millionen Euro
  • Der Umsatz mit normalen Navis sank auf 23 Prozent auf 225 Millionen Euro.
  • Die Umsätze mit den Automobilherstellern konnten um 43 Prozent auf 59 Millionen Euro gesteigert werden.
  • Nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau arbeitet die Sparte Business Solutions, die man bisher als TomTom Work kannte: 17 Millionen Euro konnten umgesetzt werden, was aber einem Anstieg von 33 Prozent entspricht.
  • Der Anteil von Besitzern eines Live-Geräts, der diesen Service nach Ablauf der meist einjährigen Kennenlern-Phase kostenpflichtig verlängert, stieg von 21 auf 28 Prozent. Mit den stetig steigenden Verkaufszahlen konnte TomTom die Umsätze aus Content und Services um 19 Prozent auf 107 Millionen Euro erhöhen.

Die Kennzahlen von Garmin (im Vergleich zum 3. Quartal 2010):

  • Die Outdoor-Sparte wuchs um 5 Prozent auf 68 Millionen Euro (95 Mio. USD) und die Bootsausrüstungen um 4 Prozent auf 34 Millionen Euro (48 Mio. USD).
  • Luftfahrtgeräte stiegen um 18 Prozent auf 51 Millionen Euro (71 Mio. USD), der „Bringer“ waren aber die Fitness-Geräte für Jogger und Radfahrer: Dieser Geschäftsbereich stieg um 29 Prozent auf 50 Millionen Euro (69 Mio. USD).
  • Die Nicht-Auto-Navis erbrachten damit einen Umsatz von 204 Millionen Euro beziehungsweise 283 Millionen US-Dollar. Damit konnte der Rückgang bei den normalen Navis von 13 Prozent auf 277 Millionen Euro (384 Mio. USD) fast komplett kompensiert werden.
  • Sehr interessant ist, dass im dritten Quartal 2011 der europäische Markt stark angezogen hat: Hier konnte ein Zuwachs von 19 Prozent verbucht werden. Der amerikanische Markt sank um 15 Prozent und der asiatische um 10 Prozent.