Navimarkt: Desaster im ersten Quartal

Geschrieben am 28 Juni 2012  von Gerhard Bauer

Der deutsche Markt für Navigationssysteme hat im ersten Quartal 2012 noch stärker abgenommen als befürchtet: Die Umsätze mit Navigationsgeräten sind gegenüber dem Vorjahr um 23,3 Prozent zurückgegangen. Der gesamte Umsatz aller Hersteller im 1. Quartal 2012 in Deutschland betrug nur noch 80 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 ließen sich noch 208 Millionen Euro erwirtschaften.
Das setzt die Branche natürlich in Zugzwang: Wenn über ein paar Jahre der Umsatz auf 40 Prozent schrumpft, kann man sich theoretisch auch nur noch 40 Prozent der Mitarbeiter leisten.
Das Problem der Navihersteller teilt sich auf: Die Stückzahlen sinken enorm, aber auch die erzielbaren Marktpreise fallen mit jedem Quartal. Die 547.000 Stück im ersten Quartal 2012 sind gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 14,1 Prozent. Verglichen mit 2008 ist es jedoch ein Rückgang um 44 Prozent. Gleichzeitig sind auch die Verkaufspreise gesunken: Während 2008 das durchschnittliche Navi noch 212 Euro einschließlich Mehrwertsteuer kostete, bezahlen die Konsumenten jetzt nur noch 147 Euro.