Das Durchschnittsnavi kostet 164 Euro

Geschrieben am 25 September 2014  von Gerhard Bauer

Den Herstellern von Navigationsgeräten ist im vergangenen Jahr eine respektable Trendwende gelungen: Der Durschnittspreis jedes verkauften Geräts konnte von 149 auf 164 Euro inklusive Mehrwertsteuer angehoben werden, also um ziemlich genau 10 Prozent. Im ersten Halbjahr 2014 wurden ziemlich exakt 1.000.000 Navigationsgeräte verkauft, melden die GFU, die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, und der BVT, der Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V.
In Stückzahlen ist dies zwar ein leichter Rückgang um 3,6 Prozent, aber dank des leicht gestiegenen Verkaufspreises ergibt sich ein Plus von 1,6 Prozent.

Der Navi-Markt ändert sich: Käufer eines Billignavis benutzen jetzt in erster Linie Apps fürs Smartphone, während Anwender mit höheren Ansprüchen teurere Modelle mit mehr Features kaufen.

Der Navi-Markt ändert sich: Käufer eines Billignavis benutzen jetzt in erster Linie Apps fürs Smartphone, während Anwender mit höheren Ansprüchen teurere Modelle mit mehr Features kaufen.



Diese Trendwende zeigt, dass die Verbraucher sich langsam aber sicher den teureren Geräten zuwenden. Anwender, die früher ein 100-Euro-Navi kauften, greifen jetzt zu einer App fürs Smartphone. Anwender, die aus Qualitäts- oder Handhabungsgründen ein richtiges Navi haben wollen, greifen entsprechend eher zu einem gut ausgestatteten teureren Gerät.

Alle Hersteller zusammen erzielten demnach im ersten Halbjahr in Deutschland einen Umsatz von 164 Millionen Euro. Ob dieser Betrag für alle heute existierenden Marktteilnehmer reicht, scheint fraglich. Enthalten sind nicht nur Geräte von TomTom, Garmin und United Navigation (Falk und Becker), sondern auch die teureren Festeinbauten von Sony & Co., aber auch die extrem günstigen Produkte von Pearl und anderen. Da das zweite Halbjahr aufgrund der Urlaubsreisezeit und der Weihnachtssaison traditionell stärker ist, rechnen wir mit einem gesamten Jahresumsatz von 370 Millionen Euro.