Neuer TomTom Rider 400 [Update]

Geschrieben am 15 Januar 2015  von Gerhard Bauer

Für alle Motorradfahrer gedacht ist der neue TomTom Rider 400. Im Gegensatz zu den letzten „neuen“ Motorradnavis von TomTom wurde dieses wirklich völlig neu entwickelt. Erstmals bei TomTom: Das Navi arbeitet zwar „normalerweise“ im Breitformat, dank einer speziellen Halterung kann man das Gerät aber um 90 Grad zur Seite drehen, so dass der 4,3 Zoll große Bildschirm dann alles hochkant anzeigt.

Der neue TomTom Rider 400 arbeitet je nach Motorrad-Cockpit oder persönlichen Anforderungen entweder im Landscape-Modus (quer bzw. Breitbild) oder im Portrait-Modus (hochkant).

Der neue TomTom Rider arbeitet je nach Motorrad-Cockpit oder persönlichen Anforderungen entweder im Landscape-Modus (quer bzw. Breitbild) oder im Portrait-Modus (hochkant).


Schon im gedruckten Navi-Magazin haben immer wieder darauf hingewiesen, dass das Breitbild-Format eigentlich unsinnig ist, weil man ja im Regelfall nciht sehen möchte, was neben der Strecke liegt, sondern was vor einem liegt – und das befindet sich meist oberhalb der eigenen Positionsmarkierung. Ergo wäre ein hochkant stehendes Display wesentlich praktischer. Vor ein paar Jahren hat dann Garmin bei seinen teureren Geräten eine Möglichkeit eingeführt, das Navi hochkant zu betreiben. Dass jetzt auch TomTom nachzieht, freut uns und zeigt, dass man doch lernfähig ist.

Damit das Gerät hochkant nicht „einseitig“ aussieht, haben die Niederländer die Sonnenblende oberhalb des Bildschirms weggelassen. Der Touchscreen kann laut Herstellerangaben auch mit Handschuhen bedient werden, erlaubt aber trotzdem Zwei-Finger-Eingaben.

Die Besonderheit des neuen TomTom Rider ist die automatische Berechnung von motorradtauglichen Strecken, dabei kann man sogar einstellen, wie „bevorzugt“ kurvige Straßenabschnitte gewählt werden sollen.

Der TomTom Rider sucht auf Wunsch auch besonders kurvige Straßen heraus.

Der TomTom Rider sucht auf Wunsch auch besonders kurvige Straßen heraus.




Jetzt gibt es bei TomTom ein Navi, das auch "Spannende Touren planen" kann. Eine großartige Idee, wie wir finden. Die Frage ist nur, ob das Gerät bei mehrfacher Anwendung dieser Funktion im gleichen Gebiet auch immer die gleiche Route wählt.

Jetzt gibt es bei TomTom ein Navi, das auch „Spannende Touren planen“ kann. Eine großartige Idee, wie wir finden. Die Frage ist nur, ob das Gerät bei mehrfacher Anwendung dieser Funktion im gleichen Gebiet auch immer die gleiche Route wählt.



Weitere Funktionen bzw. Eigenschaften des neuen TomTom Rider 400:

  • Bergstraßen: Damit legen Sie fest, ob der TomTom Rider 400 Bergstrecken bevorzugen soll oder welche in der Ebene.
  • Routenplanung am Computer: Man kann mit entsprechenden Programmen Routen schon am heimischen PC planen und diese dann im GPX-Format in den Rider übertragen. Ebenso kann man besonders gute Routen mit anderen Anwendern austauschen.
  • Lifetime TomTom Traffic: Lebenslange Echtzeit-Verkehrsinformationen in TomTom-Qualität gibt’s über die Internet-Verbindung eines Smartphones. Einen Mechanismus zum Empfang von TMC-Stauwarnungen wird es für den TomTom Rider 400 nicht geben.
  • Lifetime Maps: Das Gerät enthält das Straßenmaterial von 45 Ländern Europas, so weit es vermessungstechnisch erschlossen ist. Dank IQ-Routes berechnet der TomTom Rider 400 Strecken abhängig vom Wochentag und von der Tageszeit. Mit Lifetime Maps kann man lebenslang die Karte quartalsweise aktualisieren. Natürlich zeigt das Gerät bei Bedarf den von TomTom gewohnten Fahrspurassistenten.
  • Fahrtprotokollierung beziehungsweise Routenaufzeichnung
  • Sprachansagen via Bluetooth: Das Gerät überträgt alle Sprachansagen auf Wunsch in einen entsprechend ausgerüsteten Helm oder ein Headset.
  • Freisprechanlage: Der Rider dient mit Smartphone und Headset auch als Freisprechanlage.
  • Wetterfestes Gehäuse: Das Gerät ist wasserfest gemäß dem Industriestandard IPx7. Der Lautsprecher ist an der Rückseite eingebaut.
  • Tageszeitanpassung: Das Motorradnavi passt sich nicht nur an Tag und Nacht an, sondern bietet sogar unterschiedliche Farbmodi für die verschiedenen Tageszeiten. Wir haben bereits bei TomTom angefragt, ob das Gerät diese automatisch wechselt, und werden diese Info nachreichen.
  • Die Halterung des TomTom Rider 400 wird wie bei den Vorgängermodellen vom amerikanischen Spezialisten „RAM Mount“ geliefert. Sie passt für Lenkerdurchmesser von 22 Millimeter und 25,4 Millimeter.
  • Mit Strom versorgt wird der TomTom Rider 400 über ein mitgeliefertes Anschlusskabel, das man an die Motorradbatterie klemmen muss oder lässt.

Man beachte die neue Halterung. Sie erlaubt auch auch das schnelle Drehen in den Hochkant-Modus. Das Display ist handschuhtauglich, unterstützt aber auch Zwei-Finger-Gesten.

Man beachte die neue Halterung. Sie erlaubt auch auch das schnelle Drehen in den Hochkant-Modus. Das Display ist handschuhtauglich, unterstützt aber auch Zwei-Finger-Gesten.


Die Abmessungen des nackten Navis betragen 127 mal 88 mal 30 Millimeter [Anm.: Leider hieß es hier früher „Zentimeter“. Das wäre ein wirklich großes Navi gewesen.]. Das größere Gehäusevolumen ist natürlich der Wasserdichtigkeit zu schulden, aber auch dem extragroßen Akku, der für 6 Stunden Betriebszeit reichen soll.

Der empfohlene Verkaufspreis für den TomTom Rider 400 beträgt 399 Euro. TomTom wird auch eine Variante des Rider 400 im sogenannten „TomTom Rider 400 Premium Pack“ anbieten. Dieses enthält dann zusätzlich eine aktive Motorradhalterung mit eingebautem Diebstahlschutz, eine Schutztasche und eine Autohalterung samt 12-Volt-Adapter für die Benutzung im PKW. Dieses Premium Pack kostet komplett 499 Euro.

Erhältlich sein sollen die neuen Geräte ab März 2015.