TomTom erweitert Kartennetz

Geschrieben am 29 Januar 2015  von Gerhard Bauer

TomTom, der niederländische Anbieter für Navigationssysteme und digitale Landkarten, hat das weltweite Kartenmaterial deutlich verbessert. Insgesamt ist die TomTom-Straßendatenbank 44 Millionen Kilometer groß, deckt 126 Länder ab und und erfasst 4,2 Milliarden Menschen. So kann man jetzt in Albanien und dem Senegal navigieren.

Die Städte Berlin, London, New York, San Francisco und Toronto wurden mit fußgängerspezifischen Geoinformationen erfasst, beispielsweise Gehwege, Wege durch Parks und Grünanlagen sowie andere Wege, die man nicht mit Autos befahren darf.

In der Schweiz, Dänemark, Andorra, Polen, Portugal, der Slowakei und Hong Kong wurden mit Adresspunkten erfasst. Normalerweise werden die Hausnummern in einer Straße nur interpoliert: Am Anfang des Blocks befindet sich Nummer v und am Ende z; die genaue Position von w, x und y wird dann nur geschätzt. In Deutschland und Österreich wurden schon vor langer Zeit die Hausnummern exakt erfasst, dafür durften auch Briefträger der Deutschen Post mit Erfassungsgeräten rumlaufen. Diese wirklich hausnummerngenaue Positionsbestimmung wird gefordert für Notfalldienste, das Immobilienbusiness und Kataster der öffentlich-rechtlichen Versorgungsunternehmen. Mit den neu hinzugekommenen 10 Millionen Adresspunkten verfügt TomTom in Europa nun über 58 Millionen Adresspunkte.

Nur für Businesskunden, die das TomTom-Kartenmaterial Endkunden zur Verfügung stellen, gibt es jetzt eine Anwendung, mit denen diese Kartenänderungen und -erweiterungen einfach selbst vornehmen können. Die Map Input Tracker API erlaubt damit, dass auch Fremdkunden mit ihrem Fahrverhalten das TomTom-Kartenmaterial korrigieren: Wenn eine größere Zahl von Anwendern regelmäßig auf der gleichen Route über ein Feld fährt, wird sich dort höchstwahrscheinlich eine neue Straße befinden. Das Fahrverhalten von TomTom-Anwendern wird in anonymer Form schon länger so ausgewertet.