TomTom: Bilanzzahlen 2014

Geschrieben am 12 Februar 2015  von Gerhard Bauer

Mit einem minimalen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr hat TomTom das Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen. Der Umsatz im Consumerbereich sank von 652 auf 620 Millionen Euro, im Automotive-Bereich (v.a. Festeinbauten) von 111 auf 109 Millionen Euro und im Licensing (Verkauf von Kartenmaterial etc.) von 116 auf 112 Millionen Euro. Richtig zulegen konnte nur der Geschäftsbereich Telematics: Der Zuwachs von 85 auf 110 Millionen Euro liegt aber sicher auch an der Übernahme des Mitbewerbers Fleetlogic.

Bemerkenswert: Für 2015 erwarten die Niederländer einen sanften Umsatzanstieg auf „ungefähr 1 Milliarde Euro“.

Wie immer enthält auch der 2014er Jahresbericht interessante Nebeninfos: So wurden 2014 in Europa insgesamt 7,7 Millionen Navigationsgeräte verkauft. Davon konnte sich TomTom einen Anteil von 52 Prozent sichern. Problematisch ist nur, dass ein Jahr vorher in Europa insgesamt 8,4 Millionen Navis verkauft werden konnten. Das ist ein Rückgang um 9 Prozent. Auch der Anstieg des TomTom-Marktanteils von 51 auf 52 Prozent kann das natürlich nicht ausgleichen. Einen schweren Stand hat TomTom in Nordamerika: Da führt der Platzhirsch Garmin unangefochten, und die TomTomschen Marktanteile sind sogar von 17 Prozent (2013) auf 15 Prozent (2014) gesunken. Angesichts der Tatsache, dass auch in Nordamerika der Gesamtmarkt von 5,2 Millionen auf 4,0 Millionen Geräte gesunken ist, bedeutet das einen deutlichen Rückgang. Aus diesen Informationen rühren die folgenden Verkaufszahlen:

2014 verkaufte TomTom in Europa 4,0 Millionen Geräte, im Vorjahr waren es noch 4,3 Millionen. In Nordamerika konnten 2014 nur noch 600.000 Geräte verkauft werden nach 880.000 Navis im Vorjahr.