Neue Galileo-Satelliten im Orbit

Geschrieben am 29 März 2015  von Gerhard Bauer

Am Freitag, den 27.3.2015, sind um 22.46 Uhr zwei weitere Galileo-Satelliten von Kourou in Französisch-Guayana mit einer russischen Sojus-Rakete gestartet. Die von OHB in Bremen gebauten Satelliten mit dem Namen Adam und Anastasia* erreichten im Gegensatz zu ihren Vorgängern problemlos ihre Umlaufbahn in 23.000 km Höhe. Aliac Jojaghaian, Leiterin des OHB-Teams im Kontrollzentrum in Toulouse: „Wir sind alle sehr dankbar, dass der Start diesmal einwandfrei funktioniert hat. Beide Satelliten befinden sich im richtigen Orbit, sind korrekt ausgerichtet, die Solarpaneele wurden erfolgreich entfaltet und die Verbindung … steht.“

Am 22. August 2014 starteten bereits zwei Satelliten namens Milena und Doresa*, wurden aber wegen einer in der Rakete vereisten Treibstoffleitung in einer völlig falschen Umlaufbahn abgesetzt. Doresa konnte nach offiziellen Angaben nach elf Kurskorrekturen in einen brauchbaren Orbit gebracht werden. Bei Milena sollen die gleichen Prozeduren durchgeführt werden.

Die beiden neuen Galileo-Satelliten wurden bei OHB in Bremen gebaut und dann nach Kourou gebracht, wo sie mit einer russischen Sojus VS11 starteten.

Die beiden neuen Galileo-Satelliten wurden bei OHB in Bremen gebaut und dann nach Kourou gebracht, wo sie mit einer russischen Sojus VS11 starteten.


Diesmal ging alles glatt: Die letzten beiden Galileo-Satelliten gingen buchstäblich fast verloren. Ob sie jemals hundertprozentig einsetzbar sein werden, steht noch nicht fest.

Diesmal ging alles glatt: Die letzten beiden Galileo-Satelliten gingen buchstäblich fast verloren. Ob sie jemals hundertprozentig einsetzbar sein werden, steht noch nicht fest.

* Die Galileo-Satelliten werden benannt nach Kindern, die in jedem der EU-Mitgliedsländer einen Malwettbewerb gewonnen haben. Adam hieß der Gewinner aus Irland, Anastasia aus Griechenland, Doresa für Deutschland und Milena für Estland.