Weitere Verzögerung bei Galileo

Geschrieben am 21 Oktober 2009  von Gerhard Bauer

Die Financial Times Deutschland hat scheinbar Einblick bekommen in die Verträge zwischen der ESA und dem für die Raketenstarts verantwortlichen Unternehmen Arianespace. Nach einem Bericht der FTD beinhalten die Verträge, dass erst im November 2010 die ersten beiden Galileo-Satelliten mit einer Rakete abheben und Anfang 2011 die nächsten beiden.

Leider ist der Artikel auch sachlich falsch, bzw. die Autoren sind auf Lobbyisten-Gewäsch hereingefallen: „Durch Galileo soll … die Orientierung selbst in Gebäuden möglich sein.“ Wir waren selbst in zahlreichen Veranstaltungen rund um Galileo und haben etliche dieser Behauptungen mit angehört. Erst auf Nachfragen wurde dann regelmäßig zugegeben, dass es sich bei der Inhouse-Navigation um etwas handelt, das die ESA zwar erforscht, das mit Galileo aber nichts zu tun hat.

Da bis heute kein Unternehmen mit dem Bau der vier Satelliten beauftragt wurde, handelt es sich bei der Angabe November 2010 um ein frühest mögliches Datum. Es würde uns nicht verwundern, wenn sich der Start aller vier Satelliten bis 2011 oder später verzögert.