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	<title>Navi-Magazin ONLINE &#187; Galileo</title>
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	<description>Das professionelle Online-Magazin für GPS und alle nachrüstbaren Navigationssysteme</description>
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		<title>Finanzdebakel bei Galileo</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 10:56:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
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		<description><![CDATA[10 Milliarden Euro wird die Fertigstellung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo und der Betrieb bis 2020 die Steuerzahler kosten, gab gestern EU-Kommissar Antonio Tajani in Brüssel bekannt &#8211; einschließlich der bisher ausgegebenen 3 Milliarden summiert sich das europäische Spaß-System damit auf 13 Milliarden Euro. Damit gibt die Europäische Kommission endlich zu, was wir bereits vor zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>10 Milliarden Euro wird die Fertigstellung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo und der Betrieb bis 2020 die Steuerzahler kosten, gab gestern EU-Kommissar Antonio Tajani in Brüssel bekannt &#8211; einschließlich der bisher ausgegebenen 3 Milliarden summiert sich das europäische Spaß-System damit auf 13 Milliarden Euro. Damit gibt die Europäische Kommission endlich zu, was wir bereits vor zwei Jahren offen aussprachen: Dass die eingeplanten Gelder niemals reichen. Punkt.</p>
<p>Revidiert wurde auch der Zeitplan: Erst 2014 werden genug Galileo-Satelliten um die Erde kreisen, damit man sie für die Navigation nutzen kann. Und bestenfalls 2018 wird es so viele Galileo-Satelliten auf Umlaufbahnen geben, dass man die versprochene höhere Genauigkeit nutzen kann. Diese höhere Genauigkeit bleibt aber in jedem Fall kostenpflichtigen Diensten vorbehalten, die dann pro Jahr etwa 80 Millionen Euro einbringen werden. Theoretisch müsste Galileo also nur 125 Jahre laufen, damit sich die Kosten amortisieren. Der Betrieb ist dabei nicht eingerechnet, was auch gut so ist, denn alleine für die laufenden Betriebskosten sieht die Europäische Kommission jährlich 800 Millionen Euro vor. </p>
<p>Wie berichtet werden die ersten 14 Satelliten bei der OHB in Bremen gebaut. Angebote für das zweite Los mit gesamt acht Satelliten können bis zum heutigen Donnerstag abgegeben werden. Eine Entscheidung fällt aber frühenstens im Februar 2012. Theoretisch müsste die Bremer OHB auch bei dieser Ausschreibung erfolgreich sein. Der einzige Mitbewerber Astrium (eine EADS-Tochter) hat schon eingestanden, den OHB-Preis nicht halten zu können, argumentiert aber mit der Aussage, dass man die Technik nicht einem einzigen Hersteller überlassen dürfte. Experten halten es aber für illusorisch, die Satelliten, wenn sie überhaupt so schnell produziert werden können, auch so schnell in den Orbit gebracht werden können. Pro Quartal soll eine Rakete mit zwei Galileo-Satelliten starten. In seiner Presseerklärung gibt der EU-Kommissar auch an, die Verwendung einer modifizierten Ariane-V-Rakete für den Transport von vier Galileo-Satelliten in Erwägung zu ziehen. Leider gibt es eine solche noch nicht, bestenfalls befindet sich diese im Planungsstadium.</p>
<p>Ebenfalls offiziell ausgeräumt wurde die Behauptung, dass Galileo keinesfalls militärisch genutzt werden solle: So eine Einschränkung würde auch gar nicht funktionieren. Einem GPS-kontrollierten Raketen-Leitsystem der Bundeswehr beispielsweise kann man gar nicht beibringen, dass es das amerikanische GPS nutzen darf, aber nicht das auf den gleichen Kanälen und nach dem gleichen System arbeitende europäische Galileo. Ebenso ausgeräumt wurde die alte Lobbyisten-Aussage, dass in Krisenzeiten das Galileo-System keinesfalls beeinträchtigt oder gar abgeschaltet wird: Insider wissen, dass diese Einschränkung schon 2001 in den technischen Anforderungen von Galileo verankert wurde.</p>
<p>Glücklicherweise sind auch ehemals euphorische Medien von der Realität eingeholt worden: Die Süddeutsche Zeitung beispielsweise schrieb am 21. Oktober 2011 &#8220;&#8230;von dem milliardenschweren Projekt profitieren allein die Firmen, die millionenschwere Aufträge erhalten haben. &#8230; Das Vorzeigeprojekt, das frühestens 2014 in einem rudimentärem Zustand in Betrieb gehen wird, kommt Jahre zu spät, ist zu teuer und &#8211; verglichen mit den Konkurrenzsystemen &#8211; nicht gut genug. Die Profiteure von Galileo, das werden nicht Europas Autofahrer sein, &#8230; sondern die Firmen, die millionenschwere Aufträge erhalten haben und werden. &#8230; Das Geschäftsmodell ist grundlegend fehlerhaft. &#8230; weil Politiker von der Technik zu wenig verstehen.&#8221;</p>
<p>Die FAZ schrieb am gleichen Tag &#8220;Das ändert aber nichts an der ernüchternden Feststellung, dass sich die Eruopäer mit Galileo auf ein Himmelfahrtskommando eingelassen haben. &#8230; Es mag stimmen, dass Galileo nicht teurer ist als der Bau einer 320 Kilometer langen Autobahnverbindung. Aber teuer genug und überflüssig ist das System allemal.&#8221;</p>
<p>Wir stehen mit unserer Meinung zu Galileo also glücklicherweise nicht mehr alleine.</p>
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		<title>Galileo-Testumgebung eröffnet</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 13:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[GPS-Technik]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute hat Bundesverkehrsminister Ramsauer im Rahmen eines für die lokalen Tageszeitungen veranstalteten Events die Galileo-Testumgebung in Berchtesgaden (südöstliche Ecke von Bayern) &#8220;freigegeben&#8221;. Das ist relativ bemerkenswert, weil die Galileo-Testumgebung mit dem prägnanten Namen &#8220;Gate&#8221; bereits zum August 2008 ihren regulären Betrieb aufgenommen hat. Im Oktober 2008 beauftragte die Deutsche Agentur für Luft- und Raumfahrt dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hat Bundesverkehrsminister Ramsauer im Rahmen eines für die lokalen Tageszeitungen veranstalteten Events die Galileo-Testumgebung in Berchtesgaden (südöstliche Ecke von Bayern) &#8220;freigegeben&#8221;. Das ist relativ bemerkenswert, weil die Galileo-Testumgebung mit dem prägnanten Namen &#8220;Gate&#8221; bereits zum August 2008 ihren regulären Betrieb aufgenommen hat. Im Oktober 2008 beauftragte die Deutsche Agentur für Luft- und Raumfahrt dann den Betreiber, das Gate zu modernisieren. Nach einer über einjährigen Umrüstphase wurde die Testumgebung bereits am 1. November 2009 wieder in Betrieb genommen. Damit in Berchtesgaden der (theoretisch unbegründete) Groll auf die Sendestationen nicht noch mehr wächst, durfte heute Herr Dr. Ramsauer die Testumgebung offiziell in Betrieb nehmen.</p>
<p>Das Gate ist ein Talkessel, in dessen Mitte der Ort Berchtesgaden liegt. Dieser Talkessel ist fast komplett umgeben von Bergen, auf denen mittlerweile acht Sendecontainer installiert wurden. Diese Sendevorrichtungen imitieren die späteren Galileo-Satelliten: Sie senden mehr oder weniger originalgetreue Galileo-Signale aus, mit deren Hilfe Chipsatz-Hersteller ihre Prototypen von Galileo-Empfängern innerhalb eines 25 Quadratkilometer großen Kerngebiets ausprobieren können.</p>
<p>Die Tests sind allerdings nicht so einfach, wie man sich das vorstellt: Es kann immer nur ein einziger Galileo-Empfänger im Gate unterwegs sein, wenn er wirklich realistische &#8220;Satelliten-Signale&#8221; empfangen will: Im sogenannten Virtual Satellite Mode &#8220;empfängt der Nutzer ein Signal, das sich nciht von einem echten Satellitensignal des Galileo Open Service unterscheidet. Die erzeugten Signale werden auf die aktuelle Empfängerposition abgestimmt. [In diesem Modus] kann zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils nur ein einziger Nutzer einen Versuch durchführen.&#8221;</p>
<p>Das sind keine Unzulänglichkeiten des Berchtesgadener Gates, sondern aller deutschen Entwicklungsumgebungen. &#8220;Gates&#8221; gibt es mittlerweile mehrere in Deutschland, Berchtesgaden ist also nicht so exklusiv wie die zahlreichen Pressemeldungen rund um die feierliche Eröffnung glauben machen möchten: Das SeaGate in Rostock dient zur Evaluierung von Anwendungen für die Schifffahrt, das AvigationGate am Forschungsflughafen Braunschweig soll beim Testen von Flugzeuganwendungen helfen und bei Aachen liegen das RailGate für den Schienenverkehr und das AutomotiveGate für den Autoverkehr.</p>
<p><a href="http://www.navi-magazin.de/4929/sat-hersteller-chef-galileo-ist-unsinn/">Auch die Fachwelt zweifelt mittlerweile am Sinn eines EU-eigenen Galileo-Projekts.</a> In informierten Kreisen munkelt man bereits, dass die Europäische Kommission bereits einen Weg sucht, das Megaprojekt ohne Gesichtsverlust einzustellen.</p>
<p><br/><br />
<div id="attachment_4971" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://www.navi-magazin.de/nmo/wp-content/uploads/2011/02/Drunt-im-Tal.jpg" rel="lightbox[4970]"><img src="http://www.navi-magazin.de/nmo/wp-content/uploads/2011/02/Drunt-im-Tal.jpg" alt="" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" width="400" height="300" class="size-full wp-image-4971" /></a><p class="wp-caption-text">Die Gate-Testsender sind entweder solche einsam stehenden Container, oder sie werden an bzw. in bestehende Gebäude gebaut.</p></div></p>
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		<title>Galileo: Geld reicht nicht für Endausbau</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 16:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[GPS-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dem Münchner Satellite Navigation Summit wurde erstmals zugegeben, dass die aktuellen Finanzmittel nicht für den geplanten Endausbau mit 27 Satelliten (plus 3 im Orbit auf ihren Einsatz wartenden Reservesatelliten) reichen werden. Auf dem Navigation Summit wurde erstmals vor der Öffentlichkeit die Idee geäussert, dass man nicht unbedingt den vollen Ausbau von Galileo bräuchte: 27 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Münchner Satellite Navigation Summit wurde erstmals zugegeben, dass die aktuellen Finanzmittel nicht für den geplanten Endausbau mit 27 Satelliten (plus 3 im Orbit auf ihren Einsatz wartenden Reservesatelliten) reichen werden.</p>
<p>Auf dem Navigation Summit wurde erstmals vor der Öffentlichkeit die Idee geäussert, dass man nicht unbedingt den vollen Ausbau von Galileo bräuchte: 27 Satelliten wären zwar erforderlich man für eine Abdeckung und Qualität, die vergleichbar wäre mit dem US-amerikanischen Navstar-GPS-System. Wenn man aber großzügig darüber hinwegsieht, dass Galileo in Städten und hügeligen bis bergigen Gegenden nicht mehr funktioniert, würden rechnerisch auch 16 bis 18 Satelliten reichen. Die ESA, namentlich Javier Benedicto, Galileo-Chef  der European Space Agency, brachte die Idee vor, dass die Grundfunktionen auf dem flachen Land mit 18 und unter günstigen Bedingungen sogar schon mit 16 Satelliten funktionieren würden.</p>
<p>Grund für diese Aussage sind aber keine Zeitprobleme (siehe unten), sondern finanzielle: Im Verlauf einer Diskussionsrunde musste Paul Verhoef, Leiter Galileo für die Europäische Kommission, eingestehen, dass die aktuellen Haushaltsmittel, die zuletzt 2008 erweitert wurden, auf keinen Fall für die 27+3 Satelliten reichen werden. Das Problem: Der nächste langfristige Haushaltsplan der EU wird erst 2014 aufgestellt. Nach Verhoef kann Galileo deswegen erst 2016 bis 2018, eventuell auch später, fertig gestellt werden.</p>
<p><b>Zusätzlich auch technische Probleme</p>
<p></b></p>
<p>Noch <a href="http://www.navi-magazin.de/1788/auftrag-fur-14…liten-vergeben/">im Januar 2010 war geplant,</a> dass in diesem Jahr die ersten &#8220;regulären Test-Satelliten&#8221; für Galileo in eine Erdumlaufbahn geschossen werden sollen. Auf dem Münchner &#8220;Satellite Navigation Summit&#8221; musste der Zeitplan abermals gedehnt werden: 2010 wird definitiv kein Satellit, der irgendwas mit Galileo zu tun hat, in einen Orbit geschossen.</p>
<p><em>
<p>Zur Erinnerung: Im All befinden sich aktuell mit Giove A und Giove B zwei Satelliten, die nichts anderes zu tun haben, als die für das Galileosystem benötigten Sendefrequenzen zu reservieren. Bevor das reguläre Netzwerk aus mindestens 27 Satelliten (plus drei Reserve-Satelliten) in Umlaufbahnen installiert wird, müssen einige technische Neuerungen wie beispielsweise die neuen hochgenauen Uhren und die Sendemodule für die Satellit-zu-Satellit-Kommunikation in vier sogenannten IOV-Satelliten (In-Orbit-Validation) getestet werden. Diese IOVs werden gebaut von der EADS-Tochter Astrium. Laut letztem Stand sollten zwei noch 2010 fertig werden und die anderen beiden im Lauf des nächsten Jahres.</p>
<p></em></p>
<p>Nun hat Astrium im Rahmen einer Zeitplan-Präsentation bekannt gegeben, dass die IOV-Satelliten auf keinen Fall vor Februar 2011 fertig werden. Daran ist auch nicht mehr zu rütteln, denn der für August 2010 angesetzte Starttermin in Kourou ist bereits storniert. Aufgrund vertraglicher Probleme ist damit auch die russische Sojus-Rakete, mit der die Satelliten gestartet werden sollte, weg: Die wird jetzt eingesetzt für Kommunikationssatelliten, die mit Galileo nichts zu tun haben.</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/dc1286509f1342258f28125fff7c41e1" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Die besten Anwendungen für Galileo</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 10:13:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard Bauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[GPS-Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 1. Mai 2010 startet der bereits siebte European Satellite Navigation Competition, ein Ideenwettbewerb für Anwendungen rund um die Satellitennavigation. Das kann die baumgenaue Erfassung von Waldschäden sein (dank der höheren Genauigkeit durch Egnos kein Problem), ein Sicherheitssystem für Kinder auf dem Schulweg (das den täglichen Weg protokolliert und bei Abweichungen Alarm gibt) oder einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Mai 2010 startet der bereits siebte European Satellite Navigation Competition, ein Ideenwettbewerb für Anwendungen rund um die Satellitennavigation. Das kann die baumgenaue Erfassung von Waldschäden sein (dank der höheren Genauigkeit durch Egnos kein Problem), ein Sicherheitssystem für Kinder auf dem Schulweg (das den täglichen Weg protokolliert und bei Abweichungen Alarm gibt) oder einen vollautomatischen Diebstahlschutz für teure Elektrogeräte (beispielsweise teure Baustellen-Werkzeuge, die das Verlassen eines &#8220;erlaubten Gebiets&#8221; merken und die Arbeit einstellen).</p>
<p>Als Standardsprache wird englisch benutzt. Man muss die Idee technisch erklären und die wirtschaftlichen Aspekte beleuchten.</p>
<p>Für die Gewinner gibt es keine Bargeldpreise oder Sachprämien, sondern Unterstützung bei der Realisierung (oder dem Verkauf) der Idee. 28 Prozent der Teilnehmer 2009 waren Einzelpersonen, man muss also kein bereits mit Geld ausgestattetes Startup-Unternehmen sein. Mit 27 Prozent aller Vorschläge kamen die meisten übrigens aus Deutschland.</p>
<p>Direkt zum Ideenwettbewerb geht es <a href="http://www.galileo-masters.eu/">hier</a>. Und <a href="http://www.galileo-masters.eu/pdf/success_stories_01-10.pdf">hier</a> finden Sie eine PDF-Broschüre mit den Siegerideen 2009.</p>
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		<title>Auftrag für 14 Galileo-Satelliten vergeben</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 14:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard Bauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht nur acht Galileo-Satelliten, sondern gleich 14 Flugkörper baut die Bremer OHB zusammen mit der britischen SSTL (Surrey Satellite Technology Ltd.). OHB fertigt den kompletten Satelliten mit Ausnahme des eigentlichen Nutzlast-Moduls, SSTL baut das &#8220;Galileo&#8221;-Modul und liefert es dann zu OHB nach Bremen, wo die Teile montiert werden. Das Gesamtvolumen dieses Auftrags soll bei 566 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur <a href="http://navi-magazin.de/1579/8-galileo-satelliten-gekauft/">acht Galileo-Satelliten</a>, sondern gleich 14 Flugkörper baut die Bremer OHB zusammen mit der britischen SSTL (Surrey Satellite Technology Ltd.). OHB fertigt den kompletten Satelliten mit Ausnahme des eigentlichen Nutzlast-Moduls, SSTL baut das &#8220;Galileo&#8221;-Modul und liefert es dann zu OHB nach Bremen, wo die Teile montiert werden.</p>
<p>Das Gesamtvolumen dieses Auftrags soll bei 566 Millionen Euro liegen (knapp über 40 Mio. Euro pro Satellit). Die Vergabe der ersten zwölf Satelliten ist ein Tiefschlag für die EADS-Tochter Astrium, die 25 Millionen Euro pro Satellit mehr verlangt haben soll. EADS hofft aber auf die Dual-Sourcing-Vorschrift der EU für Projekte dieser Größenordnung: Demnach muss ein solcher Auftrag an zwei unterschiedliche europäische Unternehmen vergeben werden, damit nicht eine Firma alleine von einem solchen Großauftrag profitiert und um sich abzusichern gegen technische und wirtschaftliche Probleme des Auftragnehmers.</p>
<p>Nach sehr strenger Auslegung wurde die Dual-Sourcing-Regel aber bereits befolgt, EADS Astrium hat nämlich den Zuschlag für Giove-B (ein bereits gestarteter Galileo-Erprobungssatellit) und vier weitere Galileo-Testsatelliten erhalten. Dabei kann EADS aber weder die Lieferfrist einhalten noch die Preiskalkulation: Die vier Satelliten kosten 400 Millionen Euro mehr als ursprünglich veranschlagt und werden erst Ende 2010 einsatzbereit sein. EADS ist aber indirekt so oder so trotzdem im Rennen: Der Airbus-Hersteller hat sich vor einiger Zeit mit 20 Prozent in SSTL eingekauft und darf 397 Millionen Euro verdienen mit dem Start der Satelliten.</p>
<p>Die ersten beiden der 14 Galileo-Satelliten sollen im Herbst 2012 fertiggestellt und gestartet werden, was natürlich den gesamten bisherigen Galileo-Zeitplan der Inbetriebnahme im Jahr 2013 ad absurdum führt. Aktuell ist die Inbetriebnahme mit einem dann noch unvollständigen Satellitennetz für 2014 geplant. Zum Zeitpunkt, wann Galileo mit allen Diensten und allen Satelliten einsatzbereit ist, will die Europäische Kommission anscheinend keine Stellung mehr nehmen.</p>
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