Navi Magazin Online

Schönen guten Tag. Sie sind hier gelandet auf der Internetseite des Navi-Magazins. Diese Seite wird in ein paar Wochen fertig sein, bis dahin erweitern wir immer wieder mal den Umfang. Das finale Ziel ist eine Übersicht der mobilen Navigation von 1999 bis etwa 2010. Wir wünschen beim Schmökern viel Spaß!

Das Navi-Magazin erschien in den Jahren 2006 bis 2009 und war in diesem Zeitraum Marktführer in diesem Pressesegment rund um die mobilen Navigationsgeräte.

Software von Palmtop B.V. für den Psion

Die erste Navi-Lösung erhielten wir zum Test ungefähr im Jahr 1998. Damals berichteten wir in unserer Schwesterzeitschrift „Notebook & Organizer“ regelmäßig und ziemlich exklusiv über Notebooks und Organizer von Psion, Palm & Co.
Eines Tages wurden wir von einem großen Psion-Fachhändler angerufen, er hätte was für uns:
„Ein Navi.“
„Wie, ein Navi? Navis sind teuer, die müssen fest eingebaut werden. Wie soll ich das testen?“
„Nein, nichts zum einbauen. Für den Psion. Software und was zum anstecken.“
Hm…
Tatsächlich bekamen wir wenige Tage später einen Psion Serie 3 mit der vorinstallierten Navisoftware eines total unbekannten Herstellers, der später dann als TomTom Bekanntheit erringen sollte.
Weil Speicherkarten damals extrem teuer waren und der Psion sowieso nur einen eigenen Standard unterstützte, musste sich die Navisoftware mit einem 32 MByte großen Flash-Speicher begnügen. Darauf passte der Großraum München. Für uns war das aber schon mal okay und wir wussten, dass man mit einer mitgelieferten Software Kartenteile ausschneiden und auf den Psion übertragen konnte. Man konnte also auch wo anders hinfahren. Enthalten war auch ein externer GPS-Empfänger, der so lala funktionierte. Erst später wurde uns klar, dass das an der damals noch fest in GPS eingebauten künstlichen Unschärfe lag: Das amerikanische Militär machte das Signal absichtlich ungenau, weil man nicht wollte, dass feindliche Raketen das eigene GPS-System nutzen, um amerikanische Ziele genauer zu treffen.
Lange Einleitung, kurzer Hauptteil: Das ganze funktionierte schon mal innerhalb seiner technologischen Grenzen recht gut.

Software für die Pocket-PCs

Der Psion war ja schon mal ganz nett, aber richtig sexy war die Navigation damit noch nicht – in erster Linie wegen der technischen Limitierungen.

Als dann die Pocket-PCs mit Windows CE als Betriebssystem auf den Markt kamen, gab es zum ersten Mal Geräte, die sowohl klein genug als auch leistungsfähig genug waren. Dann kamen viele Hersteller von Navigationssoftware mit ihren Produkten: TomTom aus den Niederlanden, Garmin aus den USA, Navigon aus Deutschland, Destinator, iGo und viele andere.

All-in-One-Navigationsgeräte

Das erste „All-in-One“-Navi durfte ich mir in Unterföhring abholen und es war…. nun ja, hässlich wie die Nacht. In Unterföhring, etwa 5 Kilometer von unserer Redaktion entfernt, war die Firma Destinator.
„Was soll ich denn mit einem Gerät nur mit einem Navi drauf, ich will ja eigentlich den Mehrwert durch die ganzen Zusatzfunktionen?“, dachte sich sicherlich jeder, aber… Umso weniger Funktionen, desto einfacher. Auspacken, Kabel in den Zigarettenanzünder, an die Scheibe pappen, läuft.
Und das war dann der Beginn des Siegeszugs der „All-in-One-Navigationsgeräte“. Laut GFK, dem wohl führenden deutschen Marktforschungsunternehmen, setzten die Hersteller 2008 ziemlich genau eine Milliarde Euro in Deutschland um.
So schnell, wie diese Geräte auf den Markt kamen, verschwanden sie aber auch wieder…